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23. April 2018

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Junger Lesenachwuchs für Niederösterreichs Buchhandel

Junger Lesenachwuchs für Niederösterreichs BuchhandelBilderbox.com

Nach einem vielversprechenden Start Anfang des Jahres, hat sich das Buch-Geschäft im zweiten Quartal durch eine allgemeine Kaufzurückhaltung wieder reduziert. Jetzt setzt die Branche auf die Ferienzeit und hier insbesonders auf Kinder- und Jugendbücher, traditionell eine starke Säule des stationären Buchhandels.

„Das Geschäft leidet schon seit geraumer Zeit, vor allem durch die Verlagerung zu e-books,“ so Karl Pus, Obmann der Sparte Buch und Medienwirtschaft in  der Wirtschaftskammer NÖ, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Ungebrochen hingegen sei das Geschäft mit klassischen "Ferienhefte"–Lernhilfen. Diese fänden bei Eltern nach wie vor reißenden Absatz.
Kinder- und Jugendbücher seien immer noch eine starke Säule des stationären Buchhandels. „Da die Eltern versuchen, die Kids weg von Handy und Tablet zu bringen, macht es keinen Sinn, ihnen einen E-Reader in die Hand zu drücken,“ erläutert Pus.

Elektronisches Schulbuch als Herausforderung

Die große Herausforderung der Branche in nächster Zukunft sieht Karl Pus im elektronischen Schulbuch, welches ab dem Schuljahr 2016/17 auf breiter Front zum Einsatz kommt. Es werde den Buchhandlungen viele zusätzliche Leistungen abverlangen, wofür die finanzielle Abgeltung noch unklar sei.
„Klar hingegen ist, dass auf die Eltern beträchtliche Kosten aus dem Kauf der E-Schulbücher zukommen werden. Auch in die technische Ausstattung der Schulen wird viel investiert werden müssen, und das bei einem ohnehin klammen Budget,“ so der Wirtschaftskammer-Obmann. „Es wird sich weisen, ob der Zeitpunkt, gerade jetzt bei den neuen Technologien Druck zu machen, klug gewählt ist.“
Karl Pus bleibt aber optimistisch: „Was die nahe Zukunft angeht, bin ich zuversichtlich. Schließlich ist ein Buch nach wie vor ein ideales, preiswertes Geschenk von Geschmack und Niveau. So ein intelligentes Präsent schmeichelt sowohl dem Beschenkten als auch dem Schenkenden.“

Größte Buchhändlerschule Österreichs im niederösterreichischen St. Pölten
Die Fachgruppe der Buch und Medienwirtschaft besteht in Niederösterreich aus rund 800 Mitgliedern. Der Großteil sind kleinere Verleger und Schulbuchhändler. Etwa 70 Betriebe bieten laut Angaben der Kammer Fachberatung, Bestellservice und eine aktuelle Buchauswahl.
Die meisten beschäftigen zwei bis drei Mitarbeiter, einige wenige große Läden haben bis zu 30 im Personalstand. In der Berufsschule St. Pölten etwa befinden sich aktuell 75 Lehrlinge, davon 50 aus anderen Bundesländern. St. Pölten ist damit die größte Buchhändlerschule in Österreich.

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red/cc, Economy Ausgabe 999999, 24.07.2015

IT-Dienstleister ACP erweitert Partnermanagement

IT-Dienstleister ACP erweitert PartnermanagementAlfred Silvester von ACP. (c) ACP

Seit Mai verstärkt Alfred Silwester als Business Developer das Partnermanagement bei ACP.

Der 37-jährige Wiener verantwortet dabei die österreichweite Ausweitung des herstellerbasierten Geschäftes, wo als zentrale Schaltstelle zwischen Technologieherstellern und allen ACP Standorten vor allem die Optimierung von Service- und Sales-Prozessen vorangetrieben werden soll.
 
Bis zu 30 Prozent Wachstum
Rund 500 mittlere bis große Unternehmen verschiedenster Branchen zählen mittlerweile laut Angaben von ACP zu den ACP all IT Services Kunden. Das Wachstum im Bereich Managed Services habe bisher jährlich zwischen 25 und 30 Prozent betragen und soll durch einen klaren strategischen Fokus auf die ACP all IT Services noch weiter ausgebaut werden.

Langjähriger Branchenprofi
„Voraussetzung dafür sind sachkundige Mitarbeiter. Alfred Silwester bringt zwölf Jahre Erfahrung im Bereich der Geschäftsfeldentwicklung mit und es freut uns, einen profunden Kenner des Marktes mit an Bord zu haben“, so ACP CEO Rainer Kalkbrener. Vor seinem Engagement bei ACP war der studierte Betriebswirt Silwester unter anderem bei Unternehmen wie T-Systems, S&T und Orange tätig.

ACP
ACP bietet herstellerunabhängig Consulting, Beschaffung und Integration, Managed Services, Datacenter Services sowie IT-Finanzierung für das gesamte IT-Sortiment und betreut Unternehmen, Behörden und Organisationen jeder Größe. Gegründet 1993, beschäftigt der IT-Provider in Deutschland und Österreich mittlerweile über 1000 Mitarbeiter an mehr als 25 Standorten. Im Geschäftsjahr 2014/2015 erzielte die ACP Gruppe einen Umsatz von 340 Millionen Euro. 

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red/cc, Economy Ausgabe 999999, 24.07.2015

Über Matadore und Fischertechnik

Über Matadore und FischertechnikBilderbox.com

Spielzeug ist faszinierend, nicht nur für Kinder. Das „Spiel mit Technik“ – Traumwelten einst und heute.

Kinder wachsen heutzutage mit Unmengen von Spielzeug auf. Oft klagen Eltern über Platz- mangel im Kinderzimmer. Früher gab es einen Teddy, eine Puppe, einen Baukasten, vielleicht ein paar Bilderbücher. Erst die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts brachte einen entschei- denden Aufschwung und wahren Boom für die Spielzeugindustrie. Heute wird Kindern vom Baby-Alter an viel „Technik“ serviert. Vom Musik-Mobile, Plas- tik-Baustein bis hin zur Baby-Eisenbahn. Für die Kids ist der Computer, bestückt mit Spielen, aber auch als Lerninstru- ment, bereits selbstverständlich.
Genau diese Entwicklung ist auch in der Ausstellung „Spiel mit Technik“ im Technischen Museum in Wien nachvoll- ziehbar, wenn auch nur ansatzweise. Die Schau ist auf drei Räume begrenzt. Hier 250 Jahre technische Spielzeug- Geschichte zu zeigen, ist ein herausfor- derndes Unterfangen.
Die Ausstellung, die nach einer Idee des Technischen Museums Berlin gestal- tet wurde, ist in drei große Bereiche ge- gliedert. „Spiel – Herrschaft – Illusion“, „Sport – Spiel – Spannung“ sowie „Spiel – Leben – Arbeit“. Im ersten Bereich ist dem Thema „Roboter“ viel Platz einge- räumt. So sind auch historische Automa- tenfi guren aus der Zeit zwischen 1600 und 1850 zu sehen, nicht ohne den „mahnenden Zeigefinger“ wird auch Kriegs- und Gewaltspielzeug ausgestellt. Lusti- ger wird es im zweiten Bereich „Sport – Spiel – Spannung“: Die Autodrom- oder Achterbahn-Modelle oder die Entwick- lung von sogenannten Rutschautos – heu- te „Bobbycar“ genannt, zeigen, was sich im Lauf der Zeit verändert hat, und sind zugleich ein Spiegel der jeweiligen Zeit und Gesellschaft.

Nur für Buben, nur für Mädchen
Was natürlich nicht fehlen darf, ist geschlechtsspezifisches Spielzeug: das Puppenhaus und die Puppenstu- be mit technischer Ausstattung (ein Klassiker für Mädchen) sowie die Modellbaueisenbahn (für Buben und Männer). Wobei die Grenzen in unseren Tagen zumindest nicht mehr so scharf gezogen werden wie einst. Buben und Mädchen stört heutzutage reichlich wenig, für wen welches Spielzeug als Zielgruppe gar gedacht ist. Beides, Puppen und Eisenbahn, ist für die Kids gleichermaßen von Interesse, wie beim Augenschein die vier economy -Testkinder (drei Buben, ein Mädchen), aber auch die übrigen kleinen und größeren Besucher unter Be- weis stellten. Gerade hier zeigte sich deutlich, wie sehr sich Innovation im Spiel widerspiegelt. Entwicklungen in puncto Computer und Telekommuni- kation haben eine gänzlich neue Welt des Spiels eröffnet, die geradezu für Kinder und Teenager magische Anzie- hungskräfte besitzt.
Jüngere Kinder finden den dritten Bereich am spannendsten: wobei das Hauptthema von „Spiel – Leben – Ar- beit“ den Entwicklungs- und Herstellungsprozess fokussiert. Bei den Spiel-Stationen dürfen die Kinder nach Herzenslust aus „Fischertechnik“ und „Matador“ Objekte bauen, mit „Playmais“ Figuren modellie- ren oder mit „Playmobil“-Männchen, Schiffen und Kränen Technik hautnah spielerisch erleben. Parallel dazu wird die jeweils passende Historie in Ausstellungsvitrinen erläutert: So sind alte Holz- und Metallbaukästen sowie Kunststoffstecksysteme bis hin zu Chemie- und Elektronikbaukästen zu sehen.
Noch in den 60er Jahren wurden übrigens Metallbaukästen als Intelligenztest für Kinder empfohlen. Schön und für Großeltern mit Erin- nerungen verbunden sind Blechspiel- zeuge, die heute als Sammlerobjekte heiß begehrt sind. Klassiker wie das Blech-Aufziehauto oder der „hüpfende Frosch“ finden heute noch Eingang in die Kinderzimmer. Interessant ist es, die Entwicklung und Entstehung bestimmter Spielzeug-Ideen zu verfolgen. In einer Vitrine wird die Entstehung des Kunststoff-Schlagers „Playmobil“ gezeigt. Neues Spiel- zeug wie „Bilibo“, ein preisgekröntes Kleinkinder-Kreisel- und Bau-Objekt, ist ebenso dabei. Es darf zudem in der Spielecke probiert werden. Fazit: Das „technisierte Spiel“ ist ein grundlegender Bestandteil jedes Kin- derzimmers – gestern wie heute.

Ausgewählter Artikel aus dem Jahr 2007

Christine Wahlmüller, Economy Ausgabe 39-07-2008, 21.07.2015

Innovationsscheck für Klein- und Mittelbetriebe wird verlängert

Innovationsscheck für Klein- und Mittelbetriebe wird verlängertBilderbox.com

Wirtschaftsministerium verlängert Förderprogramm zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben (KMU) bei Entwicklung neuer Geschäftsideen.
 
Mit dem „Innovationsscheck Plus" stellt das Wirtschaftsministerium jetzt weitere zwei Millionen Euro bereit. "Damit unterstützen wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Geschäftsideen. Dort hat Österreich besonders viel Potenzial", betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Großes Potential
Mit dem Innovationsscheck PLUS können sich Klein- und Mittelbetriebe an Forschungseinrichtungen wie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und Universitäten wenden und je nach Bedarf 80 Prozent der vereinbarten Beratungsleistungen mit dem Scheck bezahlen.
Angesichts des Maximalwerts des Schecks in der Höhe von 10.000 Euro und dem erforderlichen Selbstbehalt von 20 Prozent können daher Leistungen im Wert von bis zu 12.500 Euro gefördert werden.
Diese Unterstützung erhalten innovative Vorhaben von KMU, welche aufgrund der Komplexität, der Themenstellung oder Neuartigkeit nur von einer wissenschaftlichen Institution mit erwiesener Expertise durchgeführt werden können und das Potenzial des Unternehmens entsprechend vorantreiben.

Starthilfe für zukünftiges Wachstum
Dazu zählen vor allem die Vorbereitung und Einleitung von patentierbaren Entwicklungen, die Unterstützung bei der Prototypenentwicklung sowie weiterführende Konzepte für technisches Innovationsmanagement im Unternehmen.
"Der Innovationsscheck ist ein unbürokratisches Instrument, um innovative Ideen schneller auf den Markt zu bringen und so eine gute Starthilfe für zukünftiges Wachstum", erläutert Staatssekretär Harald Mahrer.

 

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red/cc, Economy Ausgabe 999999, 21.07.2015

Kluge Auswahl und die richtigen Fragen

Kluge Auswahl und die richtigen FragenBilderbox.com

Wo liegen meine Daten? Wer hat darauf Zugriff? Das sind nur zwei von vielen Fragen, die sich Unternehmen stellen sollten, die Teile ihrer IT auslagern wollen.

Ein IT-Serviceprovider kann eine erstaunliche Breite von Angeboten realisieren. T-Systems etwa bietet die vollständige Palette an IKT-Dienstleistungen – vom IP-VPN-Netzwerk, einem exklusiven Rechenzentrum im T-Center oder einer cloudbasierte Plattformen bis hin zu Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung von Applikationen – an.
„Abhängig von den jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen entscheiden die Kunden, ob Sie nur bestimmte Teile oder die gesamte IT in unsere Verantwortung legen“, sagt Christoph Fink, T-Systems Österreich. T-Systems ist entsprechend aufgestellt und bietet unter anderem Lösungen im Gesundheitsbereich oder für die Elektromobilität an.

Dynamic Services
Besonders stark nachgefragt werden im Moment das Dynamic Service for SAP sowie das Security-Portfolio von T-Systems. „Das Bewusstsein für die Datensicherheit hat – unter anderem durch die Snowden-Affäre – einen gewaltigen Schub erfahren“, berichtet Fink. „Potenzielle Kunden fragen ganz genau nach: Wo liegen meine Daten? Innerhalb der EU? Wer hat darauf Zugriff?“
Immer häufiger werden jetzt auch Zertifizierungen eingefordert. Dem Geschäft schadet das aber nicht, das Interesse an intelligenten Lösungen aus der T-Cloud oder dem T-Datencenter ist laut Fink ungebrochen. Zu attraktiv sind die Angebote, welche die neuen technologischen Ansätze möglich machen.

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stem, Economy Ausgabe 999999, 21.07.2015

Die kleinen Unterschiede

Die kleinen UnterschiedeBilderbox.com

Industrie 4.0 ist der neue Schlüssel zu Effizienzsteigerungen in der Produktion.

Bei komplexen Produktionsprozessen ist der Koordinationsbedarf zwischen den einzelnen Teilaufgaben hoch. Wenn mehrere High-Tech-Maschinen, die oft von unterschiedlichen Herstellern stammen, in den Produktionsablauf integriert werden, liegt die Tücke im Detail. Schon allein für sich bietet jede Maschine eine hohe Anzahl von Konfigurationsmöglichkeiten.

Die Unterschiede machen es aus
Im Zusammenspiel der Maschinen können auch noch externe Faktoren – etwa geringe Unterschiede bei Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit – Einfluss auf die Qualität des Endproduktes oder die Höhe des Ausschusses nehmen. Und wenige Prozentpunkte wirken sich signifikant auf die Herstellungskosten aus.
Und um diese kleinen Unterschiede geht es bei Industrie 4.0. Die Maschinen- und IT-Netzwerken verschmelzen, die IT verbindet alle Elemente der Produktionskette zu einem Netzwerk. Die Maschinen des Netzwerkes verfügen über eine Vielzahl von Sensoren, deren Daten über den ursprünglichen, auf die Aufgabe der Maschine bezogenen Zweck nutzbar gemacht werden können.

Reduktion von Betriebskosten und Ressourcen

Industrie 4.0 heißt, dass diese Daten aggregiert und analysiert werden und so wertvolle Erkenntnisse über den Produktionsprozess liefern. Damit lässt sich nicht auch der Ausschuss senken, auch die Betriebskosten und der Ressourcenverbrauch – also Energie und Rohstoffkosten – können so reduziert werden.
„Industrie 4.0 zeigt neue Wege auf. Gut eingeführte Prozesse werden so noch ein Stück effizienter. Dafür gibt es aber keine Standardlösungen. Projekte im Bereich Industrie 4.0 sind nur in enger Abstimmung mit unseren Kunden möglich“, betont Jochen Borenich, Vorstand der Kapsch BusinessCom.

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stem, Economy Ausgabe 999999, 17.07.2015

Kapsch erhöht Lebensqualität

Kapsch erhöht LebensqualitätBilderbox.com

... in Italiens historischen Innenstädten.

Kapsch TrafficCom, österreichischer Spezialist für Intelligent Transportation Systems installiert neues automatisiertes Zufahrtssystem in Prato in der italienischen Toskana.
Kapsch, an der Wiener Börse im Prime Market notierter Innovationsspezialist, hat in der Stadt Prato in der Toskana (IT) ein neues System zur Kontrolle der verkehrsberuhigten Zone in Betrieb genommen. Das neue elektronische Kontrollsystem (Automated Access Control System) regelt dabei die Zufahrten zur Innenstadt und ersetzt die alten Genehmigungen auf Papierbasis und die manuelle Steuerung.
Realisiert wurde die Automatisierung durch ein neues Zentralsystem und einer Verwaltungssoftware sowie Kameras an den sechs Toren, welche die Zugangspunkte zum Stadtzentrum markieren. Die Zufahrtsbeschränkung zur Innenstadt besteht rund um die Uhr. Die einzigen, denen die Zufahrt gestattet ist, sind Lizenzhalter wie Anwohner, Ladenbesitzer, Menschen mit Behinderung, öffentliche Versorgungsbetriebe, Instandhaltungspersonal oder Hotelgäste.

Mehr Effizienz durch Automatisierung
Die Umstellung auf eine elektronische Zugangskontrolle soll mehrere Vorteile bringen, darunter etwa eine höhere Effizienz sowohl bei der Durchsetzung der Regulierung als auch bei der Zahlung im Falle von Verstößen.
Kameras erfassen das Kennzeichen des Fahrzeugs beim Durchfahren der Zugangspunkte. Die gewonnenen Bilder werden automatisch mit einer Liste der zugelassenen Fahrzeuge verglichen. Gibt es eine Diskrepanz zwischen Berechtigung und Nummernschild, leitet das System die Daten zur Bearbeitung an die örtlichen Behörden weiter.
Vor Inbetriebnahme der neuen Technologie durchlief das System einen einmonatigen Testlauf. Zum einen wurden in der Zeit Feinjustierungen vorgenommen. Zum anderen sollten sich die Anwohner mit dem  automatisierten Betrieb vertraut machen.

Erhöhtes Bewusstsein und Akzeptanz in Bevölkerung
Die Zahl der Verstöße nahm bereits im Verlauf des Testmonats stark ab – nach Angaben der örtlichen Polizei, spricht diese Entwicklung für ein erhöhtes Bewusstsein und Akzeptanz der Zugangsbeschränkung in der Bevölkerung.   
Kapsch war laut eigenen Angaben das erste Unternehmen, das für diese Zonen ein automatisiertes System entworfen und implementiert hat, erstmals 1994 in Bologna. Seitdem hat sich Kapsch an ähnlichen Projekten in rund 35 italienischen Städten beteiligt; darunter Rom, Neapel, Turin, Ravenna, Salerno, Piacenza, Bergamo, Bardonecchia und jetzt eben auch Prato.

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red/cc, Economy Ausgabe 999999, 17.07.2015

Mann, ärgere dich nicht

Mann, ärgere dich nichtBilderbox.com

Ärger sieht man primär Männern im Gesicht an, so eine Studie von Wiener Wissenschaftern, die auch die Beeinflussung der Wahrnehmung von Geschlecht und beruflicher Status in Gesichtsausdrücken erforscht.

Männern sieht man Ärger an, Frauen weniger. Das ist das pointierte Fazit einer Studie unter Beteiligung von Wissenschaftern der Webster Vienna Private University. Darin wurde der Einfluss von beruflichem Status und dem Geschlecht auf unsere Wahrnehmung emotionaler Gesichtsausdrücke identifiziert. Interpretiert wurde die durch menschliche Erwartungshaltung beeinflusste Wahrnehmung der sozialen Interaktion von Vorgesetzten und Untergebenen sowie der beiden Geschlechter.

Der Gesichtsausdruck von Chefs
Hintergrund der Studie, die an der Webster Vienna Private University von Marc Méhu am Department of Psychology betreut wurde, ist die Tatsache, dass verschiedene berufliche Führungsstile auch durch Gesichtsausdrücke umgesetzt werden. Doch die Wahrnehmung solcher Führungssignale hängt durchaus von der beruflichen Position und dem Geschlecht ab – und das sowohl beim Sender als auch beim Empfänger dieser Signale.
"Unser Gesicht drückt nicht nur Emotionen aus, sondern ist auch ein wichtiges Steuerungsinstrument für den Umgang mit Mitmenschen. So beeinflusst es in einer Arbeitsplatzumgebung auch das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Untergebenen und wirkt sich so etwa auf Jobzufriedenheit, Arbeitseinsatz oder Krankenstand aus", so Marc Mehu.

Verhältnis von Emotion zu Gestik
Gemeinsam mit seinen Kollegen Patrick A. Stewart von der University of Arkansas und Frank K. Salter von Social Technologies Ltd. untersuchte Méhu den Einfluss von Geschlecht und Hierarchiestatus auf unsere Wahrnehmung ausgesuchter Gesichtsausdrücke.
Die grundsätzliche Frage, die dabei gestellt wurde, war, inwieweit ein bestimmter – bildlich dargestellter – Gesichtsausdruck einer ihm entsprechenden Emotion (Überraschung, Glücklichsein, Traurigkeit, Angst, Ärger, Missfallen) korrekt zugeordnet werden konnte.

red/mich, Economy Ausgabe 999999, 17.07.2015

Ruhig und scharf in der Hochseilbahn

Ruhig und scharf in der HochseilbahnDynamic Services

TU Wien und Dynamic Perspective entwickeln elektronisch gesteuertes Kamera-Aufhängungssystem für wackelfreie Videos in Extremsituationen.

Ein verwacklungsfreies Video aus einer Hochschaubahn wäre bisher kaum denkbar gewesen, mit dem nun von TU Wien und der Firma Dynamic Perspective entwickeltem Kamera-Aufhängungssystem ist das machbar.
Ein Kamera-Gimbal mit fünf Rotationsachsen und aufwändiger Regelungstechnik gleicht Wackelbewegungen so präzise aus, dass sogar von ferngesteuerten Fluggeräten aus in bester Qualität gefilmt werden kann. Damit eröffnen sich etwa auch für Live-Übertragungen oder Sport-Events ganz neue Perspektiven.

Schlau statt schwer
„Die einfachste Möglichkeit, Verwackelungen zu bekämpfen, ist ein möglichst schweres Kamerasystem zu bauen“, erklärt Alexander Schirrer vom Institut für Mechanik und Mechatronik der TU Wien. Eine schwere Kamera ist so träge, dass sie von kleineren Erschütterungen nicht beeinflusst wird.
Doch wenn die Kamera auf ein Fluggerät gepackt werden soll, dann muss man mit möglichst wenig Gewicht auskommen. Das neuentwickelte System wiegt samt Kamera knapp zwanzig Kilo. Eine Last, die für ein kleines Fluggerät gut transportabel ist. Andere Kamerasysteme kommen auf bis zu hundert Kilo.
Zwei Jahre lang haben die TU Wien und Dynamic Perspective an einer neuartigen Hochleistungs-Regelung für eine aktive Kamerastabilisierung gearbeitet. Eine spezielle kardanische Aufhängung wurde entwickelt, ein sogenanntes Gimbal. Trotzdem drei Rotationsachsen ausreichen, um eine Kamera beliebig im Raum zu drehen, wurden zwei weitere Achsen hinzugefügt, um in kurzer Zeit besonders feine Präzisionskorrekturen vornehmen zu können.

Tausende Messungen pro Sekunde

Entscheidend sei aber nicht bloß die mechanische Aufhängung, sondern in erster Linie die Regelungstechnik: Mehrere tausend Mal in der Sekunde wird von Sensoren die Position der Kamera gemessen, innerhalb von wenigen hundert Mikrosekunden müssen die einprogrammierten regelungstechnischen Algorithmen die richtigen Korrekturbewegungen berechnen, die dann von elektromechanischen Aktoren umgesetzt werden.
„Dafür waren zunächst umfangreiche Computersimulationen nötig, dann konnten wir unsere Regelungstechnik mit Gyrokoptern in der Praxis testen. Wir erschließen damit einen Qualitätsbereich, den in diesem Anwendungssegment bisher noch niemand erreicht hat,“ betont TU-Experte Schirrer.
„Mit bis zu 70% Gewichtsersparnis im Vergleich zu existierenden Systemen ist unser Gimbal der erste, der auf Ultra-Leicht Fluggeräten und Drohnen eingesetzt werden kann - zusätzlich zu den herkömmlichen Einsatzbereichen wie Helikoptern, Kränen, Autos und Booten“, erläutert Peter Morawitz von Dynamic Perspective.

Eine neue Qualitätsstufe bei Sportaufnahmen

Das neue fliegende Kamerasystem ist laut den Entwicklern vorab in erster Linie für Sportaufnahmen gedacht. Im Gegensatz zum Kinofilm sind bei Sportaufnahmen weder 3D-Animationen noch langwierige Nachbearbeitungsschritte am Computer möglich.
„Das Filmmaterial muss bereits in perfekter Qualität aus der Kamera kommen und live gesendet werden können – und genau diese Möglichkeit wird durch unser System nun geschaffen“, sagt Schirrer. Auch für präzise wissenschaftliche Messungen könnte man das neue Kamerasystem verwenden, etwa in der Geoinformation.

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red/czaak, Economy Ausgabe 999999, 17.07.2015

Solide Grundlage

Solide GrundlageBilderbox.com

Ohne ein ausgefeiltes Dokumentenmanagement geht heute gar nichts mehr.

Um sich zu behaupten, m¸ssen Unternehmen ihr Kerngeschäft beherrschen, lautet eine oft wiederholte Management-Weisheit. Das ist zwar richtig, damit allein ist es aber lange nicht getan. So hat das Dokumentenmanagement mittlerweile eine entscheidende Position erlangt.

Ohne Dokumente kein Business
„Ein Großteil der Geschäftsprozesse – von Bestellungen über Rechnungsverarbeitung bis zur Personalabteilung – basiert auf Dokumenten. Ohne Dokumente gibt es also kein funktionierendes Business“, sagt Johannes Bischof, Geschäftsführer von Konica Minolta Business Solutions Austria.
„Dokumente – ganz gleich ob auf Papier oder in elektronischer Form – müssen daher im Unternehmen immer zum richtigen Zeitpunkt, an der richtigen Stelle und im richtigen Format zur Verfügung stehen“, betont Bischof. Das ermöglicht Enterprise Content Management, es schafft eine neue Struktur für die Verarbeitung der Dokumente.
Ein Dienstleister wie die deutsche Fahrlehrerversicherung muss einiges an Korrespondenz bewältigen. Um diese effizienter abzuwickeln, wurden zunächst alle bestehenden Daten elektronisch archiviert. Dann wurde auch der Posteingang digitalisiert.

Das System übernimmt auch bestimmte Rollenverteilung
Eingehende Briefe und Fax-Dokumente werden nun gescannt und zusammen mit den E-Mails den entsprechenden Akten am Server zugeordnet. Erhält die Fahrlehrerversicherung heute neue Post, wird diese automatisch dem zuständigen Sachbearbeiter weitergeleitet. Befindet sich der aber im Krankenstand, reicht das System das digitale Dokument direkt an seine Vertretung weiter.
Als zentraler Punkt für die neue Datenverwaltung wurde der Posteingang definiert, weil hier die meisten Prozesse gestartet werden. Sätze wie “Ich kann Ihnen gerade nicht helfen, da mir Ihre Akte nicht vorliegt”, werden die Kunden dieser Versicherung in Zukunft nicht mehr hören.

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stem, Economy Ausgabe 999999, 17.07.2015

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