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22. November 2017

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Neues Bahnprogramm für Niederösterreich auf Schiene

Neues Bahnprogramm für Niederösterreich auf Schiene© piqs.de/photomaker

Schwerpunkte auf Ausbau und Modernisierung von Regionalbahnen, Bahnhöfen und „Park & Ride“-Anlagen.

Mit dem „Bahnprogramm für Niederösterreich“ setzen das Verkehrsministerium, das Land Niederösterreich und die ÖBB einen neuen umfangreichen Akzent für den Ausbau der umweltfreundlichen Bahn. Um rund 525 Millionen Euro sollen bis 2022 Bahnstrecken, Bahnhöfe und P & R-Anlagen ausgebaut und modernisiert werden.
Insgesamt nehmen die ÖBB und das Verkehrsministerium für den Ausbau der Bahninfrastruktur in Niederösterreich laut Rahmenplan rund 3,3 Milliarden Euro in die Hand. Davon werden 2017 rund 464 Millionen Euro eingesetzt und 2018 516 Millionen Euro.

Stärkung des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich
„Mit unseren Investitionen in die Bahninfrastruktur stärken wir den Öffentlichen Verkehr und sorgen dafür, dass die Pendler sicher, bequem und rasch in die Arbeit und nachhause kommen. Damit kommt auch Geld in die Regionen und wir sichern wichtige Arbeitsplätze,“ so Verkehrsminister Jörg Leichtfried.
„Niederösterreich als größtes und vielfältiges Bundesland ist im Bereich der Mobilität besonders gefordert. Mit unserem Mobilitätspaket bis zum Jahr 2022 haben wir bereits den ersten Schritt gesetzt, um die Pendlerströme noch mehr zu vernetzen und das aktuelle Bahnprogramm ist der nächste Schritt, um unseren Landsleuten moderne und attraktive Mobilität zu ermöglichen“, erläutert Landeschefin Johanna Mikl-Leitner.

Regionalbahnen als Herzstück des ÖBB-Schienennetzes in NOe
„Niederösterreich hat das dichteste Verkehrsnetz aller Flächenbundesländer. Dabei stellen die Regionalbahnen das unverzichtbare Herzstück des ÖBB-Schienennetzes in unserem Bundesland dar und das heute unterzeichnete Bahnpaket ist ein klares Bekenntnis dafür“, stellt Verkehrslandesrat Karl Wilfing fest.
„Mit dem Bahnprogramm wollen wir über 100 Bahnhöfe modernisieren, tausende neue PKW- und Zweiradstellplätze errichten und wichtige regionale Bahnverbindungen attraktivieren. All diese Projekte schaffen Werte für Generationen und zeigen die vielfältige und gut gelebte Zusammenarbeit mit Bund und Land“, ergänzt ÖBB-CEO Andreas Matthä.

Einzelne Investitionsschwerpunkte
Zu den Investitionsschwerpunkten zählen die Modernisierung der Franz- Josefs-Bahn mit rund 240 Millionen Euro, die Attraktivierung der Regionalbahnen mit 127 Millionen Euro, Investitionen in die Modernisierung von Bahnhöfen mit 121 Millionen Euro sowie die Errichtung von P&R-Anlagen mit rund 37 Millionen Euro, um den Umstieg auf die umweltfreundliche Bahn zu fördern.
In einem ersten Schritt werden nun die Planungen gemeinsam begonnen, um in weiterer Folge die konkrete Umsetzung aufzusetzen. Insgesamt haben sich das Verkehrsministerium, das Land Niederösterreich und die ÖBB auf Nahverkehrsinvestitionen in der Höhe von 875 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 verständigt.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 14.11.2017