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20. März 2019

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Die nächsten IT-Trends für 2019

Die nächsten IT-Trends für 2019© Bilderbox.com

Der Jahreswechsel ist traditionell der Zeitpunkt für die Vorstellung kommender Entwicklungen. Aktuell avisiert der US-Netzwerkdienstleister Cisco den Durchbruch von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning, enorme Steigerungen bei Datenverkehr und Einsatz von Blockchain-Technologien.

Im Jahr 2018 standen im IT-Bereich die effiziente Datennutzung, die Optimierung und Verwaltung sogenannter Multicloud-Umgebungen sowie eine umfassende Sicherheitsarchitektur im Zentrum betrieblicher IKT-Anwendungen. 2019 sollen sich diese Anwendungen nun weiterentwickeln und die Unternehmen müssen zudem noch schneller die zugrunde liegenden Prozesse digitalisieren, so der aktuelle Cisco-Report für das kommende Jahr.

Praxisorientierte Anwendungen von KI und ML steigen
Künstliche Intelligenz und Machine Learning haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Es gibt mittlerweile viele ML-fähige Datensätze, die sich mit hoher Rechenleistung und fortschrittlichen Algorithmen bearbeiten lassen. Manche Hedgefonds nutzen sie etwa für neue Handelsmodelle oder Personalabteilungen wollen mit Künstlicher Intelligenz Fachkräfte effizienter gewinnen und halten.
2019 werden intelligente Lösungen den Menschen in immer mehr Bereichen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und effizienter zu arbeiten. Cisco setzt beispielsweise KI und ML ein, um riesige Mengen an Netzwerkdaten zu analysieren, Bedrohungen zu identifizieren und zu stoppen sowie grundsätzlich reibungslosere Arbeitsprozesse zu gewährleisten.

Die weitere Expansion des Internets
Laut dem aktuellen Cisco Visual Networking Index (VNI) werden im Jahr 2022 bereits rund 60 Prozent der Weltbevölkerung das Internet nutzen. Es wird aber durch die zunehmende Vernetzung alltäglicher Dinge wie Kleidung, Haushaltsgeräte oder Fahrzeuge völlig anders aussehen als heute. IoT-Sensoren werdenzunehmen, etwa in Häfen zur Optimierung und Sicherung der Schifffahrt oder an Auto-Parkplätzen, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Durch die wachsende Vernetzung steigt der weltweite Internet-Verkehr (IP-Traffic) derzeit jährlich um 26 Prozent (economy berichtete).

Höhere Bandbreiten durch verstärkte Video-Nutzung
Für einen Großteil dieses Datenwachstums wird Video sorgen, das 2022 bereits 82 Prozent des gesamten IP-Verkehrs ausmacht. Live-Streams werden dabei um das 15-fache zulegen. Auch die Nutzung von Virtual und Augmented Reality wird steigen. Mit neuer Hardware und mehr Inhalten für Konsumenten wird sich der VR/AR-bezogene Datenverkehr innerhalb von fünf Jahren um das 12-fache erhöhen. Bereits 2019 nimmt der Einsatz von VR in Unternehmen zu, etwa durch Demos, virtuelle „Testfahrten“ oder die Beurteilung von Produkten und Immobilien im Internet.

Mobiler Datenverkehr und neue 5-G Technologien
Der Anteil des mobilen Datenverkehrs am Gesamtvolumen steigt auch 2019 weiter an. Ebenso laut Cisco VNI nimmt er zwischen 2017 und 2022 von 12 auf 22 Prozent zu. Da sich 5G noch im Anfangsstadium befindet, werden weiterhin 3G und 4G dominieren. Im kommenden Jahr bauen Mobilfunkbetreiber nun erste Testnetze für 5G auf und viele Experten avisieren große 5G-Implementierungen im Jahr 2020. Bis dahin sollten dann auch (längstens) die nötigen Mobilfunkspektren, Standards und Geschäftspläne ausgearbeitet sein.

Neue Einsatzszenarien für Blockchain
Bei Supply Chain Management, Netzwerk und digitalen Identitäten wird wiederum die Blockchain-Technologie weiter expandieren. Bis Ende 2019 setzen wohl alle großen Cloud Service Provider Blockchain-basierte Lösungen kommerziell ein. Zudem dürfte die Technologie dann ein wesentlicher Bestandteil der meisten KI- und IoT-Angebote sein. Schon heute gibt es etwa Blockchain-Piloten zum Nachweis, dass Mineralien aus konfliktfreien Quellen stammen, zur Bekämpfung von Kinderhandel oder zum Verkauf von Energie. Im kommenden Jahr sollten zahlreiche weitere Einsatzszenarien folgen.

Unternehmen müssen ihre Netzwerke neu aufstellen
2019 müssen viele Unternehmen ihre Netzwerke umgestalten. Die aktuellen Infrastrukturen wurden zumeist nicht für die Bedürfnisse der nächsten Jahre entwickelt und so überfordern mehr Geräte, höhere Bandbreiten und größere Angriffsflächen bzw. Sicherheitsnotwendigkeiten herkömmliche Management-Prozesse. Um etwa alle Geräte überall und jederzeit zu verwalten, sind bislang eigenständige Netzwerke in eine sogenannte Multi-Domain-Architektur zu integrieren. Diese muss hochgradig automatisiert sein, Aktionen vorhersehen, sich selbst optimieren und die Sicherheit priorisieren, so weitere Erkenntnisse des aktuellen Cisco-Reports.

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 28.01.2019