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17. August 2022

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Regionaler Schulterschluss für neue Unternehmensgründungen

Regionaler Schulterschluss für neue Unternehmensgründungen© Pexels.com/Dimitry Anikin

Build! als Gründerzentrum Kärntens erhält gemeinsam mit Salzburg, Tirol und Vorarlberg Zuschlag bei Förderprogramm AplusB der Austria Wirtschafstservice. Neue Tech- und Innovationsbetriebe im Fokus.

(red/czaak) Der Kärntner Inkubator Build! ist im Rahmen des AplusB SouthWest Konsortiums wieder Teil der bundesweiten Förderprogrammlinie AplusB Scale-Up der Austria Wirtschaftsservice (AWS). Das Programm wurde seinerzeit zur Gründung und frühen Entwicklung von FTI- und wachstumsorientierten Unternehmen konzipiert. Im Projekt AplusB South-West haben sich die Bundesländer Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zusammengeschlossen, um gemeinsam Aktivitäten zu setzen, Start-Ups und angehende Neuunternehmungen zu unterstützen sowie die StartUp-Ökosysteme weiterzuentwickeln und zu vernetzen.
 
Gezielte Weiterentwicklung des StartUp-Ökosystems
Alle vier Bundesländer zeichnen sich im Gründungsumfeld durch unterschiedliche regionale Stärken und Herausforderungen aus. Die jeweiligen Besonderheiten und bereits bewährte Strukturen und Leistungen sollen erhalten bleiben, um vor allem die regionale Nähe bei der Projektunterstützung zu gewährleisten. So können Stärken wie etwa Branchenschwerpunkte, Wirtschaftscluster, Forschungsthemen, Forschungsinfrastrukturen oder Fachwissen optimiert genutzt und gegenseitig verfügbar gemacht werden, um etwaige Lücken zu schließen und neue Anforderungen zu adressieren.

Kritische Größen im AplusB Scale-Up Programm bezüglich innovative technologisch-orientierte Gründungsvorhaben, Female Empowerment sowie klima- und umweltrelevante Gründungsvorhaben sollen durch sogenanntes Pooling der Gründungsvorhaben über Bundesländergrenzen hinweg erreicht werden. „Wir wollen bundesländerübergreifend das Potenzial für FTI-Gründungen aktivieren und einen beschleunigenden Entwicklungskorridor aufbauen“, erklärt Jürgen Kopeinig, Geschäftsführer build! Gründerzentrum Kärnten. “Dadurch können wir zielgerichtet das Potenzial von FTI-Gründungen bereits in einer sehr frühen Phase aktivieren und in Richtung wachstumsorientierte Start-Ups umsetzen“, so Kopeinig.

Tirol und Vorarlberg arbeiteten bereits in der aktuell laufenden AplusB Periode entsprechende gemeinsame Servicestrukturen aus. Die gewonnenen Erfahrungen bei der Vernetzung von Gründungszentren sollen nun weiter ausgebaut und über die Bundesländer Kärnten und Salzburg skaliert werden. „Eine aktive Gründerszene ist wertvoll und wichtig für das Innovationsland Kärnten. Junge, dynamische Unternehmen identifizieren neue Märkte, finden neue Problemlösungen und erschließen dadurch neue Marktnischen. Dabei wollen wir sie bestmöglich unterstützen“, ergänzt Gaby Schaunig als Landeshauptmann-Stellvertreterin in ihrer Funktion als Wirtschaftsförderungsreferentin.
 
Gegen Kleinteiligkeit und starke Diversifikation
Das gemeinsame Ziel im AplusB ScaleUp Bereich ist es, in den nächsten fünf Jahren mindestens 1.300 Erstgespräche mit potenziellen Gründungsvorhaben zu führen und rund 500 Gründungsprojekte im Pre-Inkubationsprozess sowie 130 Startups im Inkubationsprozess zu begleiten. Darüber hinaus soll ein Netzwerk im Ausmaß von 100 MentorInnen etabliert sowie der Zugang zu 200 InvestorInnen ermöglicht werden. 
 
„Mit dem Projekt AplusB South-West wird es den vier Bundesländern gelingen, verstärkt der Kleinteiligkeit und der starken Diversifikation der derzeitigen Wirtschafts- und Forschungsstruktur entgegenzuwirken und eine nachhaltig wertvolle FTI-Unterstützung im Süd-Westen Österreichs anzubieten“, unterstreicht Jürgen Kopeinig, Geschäftsführer build! Gründerzentrum Kärnten.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 31.05.2022