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20. Juli 2019

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Neu mit alt will gut miteinander verbunden sein

Neu mit alt will gut miteinander verbunden sein© Bilderbox.com

Verknüpfung. Bei Betrieben mit gewachsenen und über verschiedene Standorte verteilten IT-Systemen müssen diese Strukturen dann auch in Digitalisierungsprozesse eingebunden werden.

(Christian Czaak) Die Modernisierung oder komplette Ergänzung bestehender und oftmals heterogener IT-Infrastrukturen erfordert eine entsprechend ganzheitliche Planung. Die Prinzhorn Gruppe ist eines der größten Recycling-, Papier- und Verpackungsunternehmen in Europa, jährlich werden 2 Mio. Tonnen Verpackungspapier und 1,5 Mrd. m2 Wellpappe erzeugt. Historisch gewachsene und heterogen verzweigte IT-Systeme erschwerten zunehmend das betriebliche Wachstum mit der Gefahr einer ineffizienten und intransparenten Kostenstruktur. Größte Herausforderung war dabei Betrieb und dezentrale Organisation unzähliger Applikationen auf ebenso unterschiedlichen Betriebssystemen an den internationalen Standorten.

Flexibel skalierbar
Prinzhorn beauftragte T-Systems mit der Zentralisierung und Homogenisierung aller bestehenden Anwendungen sowie mit dem entsprechend ausgelagerten Betrieb der Systeme im Rechenzentrum des IT-Dienstleisters. Die Betriebsstandorte wurden auf Basis einer zentral virtualisierten Deskttop- und Applikationsumgebung über ein einheitliches Netzwerk auf hochverfügbarer MPLS-WAN-Basis (Multi-Protocol-Label-Switching) verbunden. Über alle Standorte wurden zudem 2.500 standardisierte Thin-Clients, Laptops und Desktops verteilt.

„Mit dieser neuen kosteneffizienten und flexibel skalierbaren IT-Architektur wird das betriebliche Wachstum unterstützt, Prinzhorn kann sich auf die Kernprozesse fokussieren und zudem ist auch die Zukunftsfähigkeit für den Einsatz neuer Technologien und Anwendungen gesichert“, sagt Christian Litschauer, Key Account Manager bei T-Systems Austria.

Eine in die Jahre gekommene Server- und Speicherlandschaft sowie steigende Komplexität und kontinuierlich wachsende Anforderungen an die IT mit einer entsprechend aufwändigen Administration war wiederum für das Steirische Rote Kreuz der Grund Kapsch BusinessCom mit der Modernisierung und Konsolidierung zu beauftragen. Gemeinsam mit HPE, einem Spezialisten für Plattform-, Server- und Speichertechnologien wurden die bisherigen, auf nahezu alle 100 steirischen Standorte verteilten IT-Systeme homogenisiert und auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Effiziente Verwaltung
Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Virtualisierung und eine sogenannte Composable Infrastructure (CI), mit dem Ziel einer effizienten Verwaltung sowie flexiblen Skalierung und abgestimmt auf die individuellen betrieblichen Bedürfnisse wie auch auf das eingeschränkte Budget des gemeinnützigen Vereins. Die angeführte CI-Struktur sorgt dabei für die nahtlose Verknüpfung von Hardwarekomponenten wie Server, Speicher und Netzwerk mit einer intelligenten Management-Software, was in Summe eine abgestimmte Nutzung der Ressourcen mit einer exakten Bestimmung und Verteilung der unterschiedlichen Datenströme ermöglicht.

Zentraler Bestandteil dabei ist die besonders verfügbarkeitskritische Rufnummernbereitschaft. Dieser Service behält weiterhin eine Art Sonderstatus, indem er größtenteils auf eigenen, isolierten Hardware-Systemen aufbaut, aber trotzdem Bestandteil der gesamten IT-Architektur bleibt. „Wir haben nun eine einheitliche Übersicht über das ganze System, können dies einfach sowie effizient verwalten und zudem nach unseren Bedürfnissen selbst skalieren“, so Dietmar Müller-Kulmer, IKT-Leiter des Österreichischen Roten Kreuzes Steiermark.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 04.06.2019