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20. März 2019

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Angriffe über Google Play sowie Facebook und WhatsApp

Angriffe über Google Play sowie Facebook und WhatsApp© Bilderbox.com

Im Google Play-Store gibt es derzeit zumindest sechs Anwendungen, die auf etwaig sensible Daten von Facebook, WhatsApp und ähnliche Dienste zugreifen, so eine Analyse der Sicherheitsexperten von Trend Micro.

Laut dem IT-Security-Experten von Trend Micro gibt es aktuell im Google Play Store zumindest sechs Anwendungen, die auf sensible Daten von WhatsApp, Facebook und Co zugreifen. Die in den Apps identifizierte Malware nennt sich "ANDROIDOS_MOBSTSPY". Die Programme konnten im vorigen Jahr 2018 heruntergeladen werden und haben Nutzer in mehr als 200 Ländern betroffen.

Facebook gibt zwangsweise Daten weiter
"Das Geschäftsmodell von Anwendungen wie WhatsApp, Facebook und Co besteht darin, möglichst viele Daten präzise zu sammeln und diese mitunter weiterzugeben. Wer solche Apps nutzt, sollte sich stets darüber im Klaren sein, dass die Daten nicht missbräuchlich, sondern zwangsweise an andere Stellen übermittelt werden", unterstreicht Hans Zeger von der Arge Daten gegenüber Pressetext-Austria. „Auch Mark Zuckerberg (Anm. Facebook-Boss) hat dies bereits in seiner Anhörung unterstrichen“, so Zeger.

Aktuelle Anti-Virus-Programme und Deinstallation
Die Namen der Anwendungen mit der genannten Malware lauten "Flappy Birr Dog", "FlashLight", "Win7imulator", "Win7Launcher", "HZPermis Pro Arabe" und "Flappy Bird". Die Experten von Trend Micro betonen, dass die Malware auf Informationen, wie Anruflisten, Kontakte, persönliche Nachrichten, Audio- und Videodateien, Fotos sowie WhatsApp-Daten, zugreift. Google hat die sechs Programme bereits aus dem Google Play Store entfernt. Dennoch ist unklar, was jenen Nutzern (Usern) passiert, welche die Anwendungen in der Vergangenheit heruntergeladen haben. Die Empfehlungen der Experten beinhalten einmal auf alle Fälle Anti-Virus-Programme und eine rasche Deinstallation.

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PressetextAustria/red, Economy Ausgabe Webartikel, 19.02.2019