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14. Dezember 2017

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Erschöpfung kann mit Darmkrankheit zusammenhängen

Erschöpfung kann mit Darmkrankheit zusammenhängen© Bilderbox.com

Menschen mit chronischem Erschöpfungssyndrom haben überhöhte Werte bei Darmbakterien.

Bei Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom beziehungsweise Myalgischer Enzephalomyelitis (ME/CFS) sind abnormale Werte spezifischer Darmbakterien zu beobachten, haben Forscher des Center for Infection and Immunity festgestellt. Dabei sind Personen mit und ohne Reizdarmsyndrom betroffen. Bei ME/CFS handelt es sich um eine komplexe und sehr beeinträchtigende Erkrankung, die neben extremer Erschöpfung nach einer Anstrengung auch zu Muskel- und Gelenkschmerzen, Schlafstörungen und einer orthostatische Intoleranz führen kann. Bis zu 90 Prozent der Betroffenen leiden auch an einem Reizdarmsyndrom.

Vergleiche mit gesunden Kontrollpersonen
Die Forscher haben 50 Patienten begleitet und verglichen ihre Werte mit jenen 50 gesunder Kontrollpersonen. Sie führten Tests auf Bakterienarten in Stuhlproben und auf Immunmoleküle in Blutproben durch. Dabei zeigte sich, dass die Werte bestimmter Bakterienarten wie Faecalibacterium, Roseburia, Dorea, Coprococcus, Clostridium, Ruminococcus und Coprobacillus eng mit ME/CFS zusammenhingen. Bei Teilnehmern mit ME/CFS entsprach die Schwere der Symptome inklusive Schmerzen und Erschöpfung der Häufigkeit bestimmter Arten von Bakterien und Stoffwechselwegen.
Laut Studienautorin Dorottya Nagy-Szakal verfügen Patienten mit ME/CFS über einen charakteristischen Mix von Darmbakterien und damit einhergehenden Störungen des Stoffwechsels, die die Schwere der Erkrankung beeinflussen. Forschungsleiter W. Ian Lipkin zufolge trägt die Identifizierung der beteiligten Bakterien entscheidend zur genaueren Diagnose und damit zu gezielteren Behandlungsmöglichkeiten bei. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "Microbiome" veröffentlicht.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 09.06.2017