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16. November 2019

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Niederösterreich startet neue Hochschulstrategie

Niederösterreich startet neue Hochschulstrategie© NLK_Pfeiffer

Bildung und Forschung als Eckpunkte zur standortspezifischen Weiterentwicklung von Österreichs größtem Bundesland. Neue Hochschulstrategie beinhaltet mit Studienangebot, Forschungseinrichtungen und die Verschränkung von Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft drei zentrale Stoßrichtungen.

(red/czaak) Das Land Niederösterreich hat soeben seine neue Hochschulstrategie vorgestellt. Der großen standortpolitischen Relevanz entsprechend wurden die zentralen Schwerpunkte vom gesamten Regierungsteam des Landes präsentiert. „Wer in Bildung und Forschung investiert, hat eine gute Basis, um sich dynamisch weiterentwickeln zu können“, sagte Johanna Mikl-Leitner, NOe-Landeschefin und erörterte in Folge gemeinsam mit dem NOe-Regierungsteam die Stoßrichtungen und Maßnahmen der neuen „Hochschulstrategie Niederösterreich 2025“.

„Es gibt in Summe 14 tertiäre Bildungseinrichtungen, die Studierendenanzahl beträgt knapp 22.000 und hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt“, so Mikl-Leitner. Dieses Angebot gelte es nun „dynamisch weiter zu entwickeln“ und „dafür braucht es eine klare Vision und klare Ziele“, betonte die Landeshauptfrau und erläuterte in Folge die drei Stoßrichtungen der neuen Strategie.

Studienangebot und Erhöhung der Studierbarkeit
Die erste Stoßrichtung betrifft das Studienangebot sowie die Erhöhung der Studierbarkeit. Hier soll die bestmögliche Unterstützung für Studierende geboten werden, vor allem beim Einstieg ins Studium. Im Fokus liegen besonders die Übergänge zwischen Schule und Studium bzw. Beruf und Studium, etwa durch so genannte Brückenkurse und das betrifft vor allem die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Weiters sollen innovative Weiterbildungsangebote geschaffen werden, die auf den wirtschaftlichen Bedarf ausgerichtet sein sollen. Verstärkt im Fokus sollen auch gesellschaftlich relevante Bereiche wie etwa der Gesundheits- und medizinische Bereich stehen.

Ausbau der Forschung und eigene Forschungsservicestelle
Die zweite Stoßrichtung umfasst den Ausbau der Forschung sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dabei gehe es darum, die bereits gut etablierte Forschungsachse in Niederösterreich (economy berichtete) weiter auszubauen. Dies soll etwa mit der Ausschreibung von Stiftungsprofessuren erfolgen.

Darüber hinaus sollen zusätzliche landeseigene Forschungsförderungsprogramme entwickelt und internationale Förderungen verstärkt abgeholt werden. „Wir werden dafür auch eine Forschungsservicestelle als zentrale Ansprechstelle etablieren“, so Mikl-Leitner.

Verschränkung von Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft
Die dritte Stoßrichtung ist die Zusammenarbeit der Bereiche Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft. „Wissenschaft und Forschung sollen in der Gesellschaft greifbar und begreifbar werden“, sagte Mikl-Leitner dazu. Dazu sollen etwa Formate wie die „Science Academy“ weiter ausgebaut oder auch die Kinder- und Jugenduniversitäten verstärkt forciert werden.

„Der Fokus auf Forschung, Technologie und Innovation ist ganz entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand“, ergänzte auch Franz Schnabl, stellvertretender Landeshauptmann in Niederösterreich. „Die heute präsentierte Strategie ist zeitgemäß und zukunftsweisend und das gilt auch für Themen wie etwa die Medizin-Studienplätze“, so Schnabl abschließend.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 15.10.2019