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12. Juli 2024

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Weitere Gelder für Forschung und Innovation

Weitere Gelder für Forschung und Innovation© pexels/kindel media

Land Niederösterreich startet FTI-Programmlinie für das heurige Jahr. In Summe stehen über acht Millionen Euro für innovative Projekte aus Forschung und Wissenschaft zur Verfügung.

(red/cc) Mit jährlichen Investitionen von über 117 Millionen Euro in die Bereiche Wissenschaft und Forschung liegt Niederösterreich gemeinsam mit Oberösterreich und Wien an der bundesweiten Spitze. Dass Niederösterreich ein guter Boden für Wissenschaftstreibende ist, belegen auch international erfolgreiche Institutionen wie ISTA Klosterneuburg, Med Austron Wiener Neustadt oder die Donau Uni Krems.

Ein Bestandteil einer erfolgreichen Wissenschaftspolitik ist auch die erfolgreiche Einwerbung von Fördergeldern. Im Rahmen des FTI-Call-Jahresprogramms 2023 der Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie (kurz „FTI-Strategie Niederösterreich 2027“) werden aktuell nun auch in diesem Jahr fünf Calls ausgeschrieben.

Transparente Fördermittelvergabe in Form sogenannter Calls
„Mit der Forschungsförderung durch die FTI-Calls wurden bereits in den letzten Jahren eine Vielzahl an großartigen Forschungsprojekten ermöglicht und auch 2023 stehen dafür nun über 8,5 Millionen bereit“, sagt Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich. Um eine möglichst effiziente und transparente Fördermittelvergabe zu gewährleisten, wird die Fördervergabe jährlich in Form dieser Calls ausgestaltet.

Das Jahresprogramm 2023 beinhaltet einmal einen Call für FTI-Dissertationen an Hochschulen, Unis und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Niederösterreich. Im Vergleich zum Vorjahr wurde hier die Dotierung deutlich aufgestockt und nun stehen 1,5 Millionen Euro für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Niederösterreich zur Verfügung.

Von Grundlagenforschung zur angewandten wirtschaftsorientierten Forschung
Mit knapp 2,2 Millionen Euro ist der Call für FTI-Projekte im Bereich der Grundlagenforschung dotiert. Der heurige Fokus widmet sich dem FTI-Handlungsfeld „Digitalisierung, intelligente Produktion und Materialien“. Dieser Call wird noch im ersten Quartal 2023 ausgeschrieben. Der Call im Bereich der angewandten Forschung hat das Ziel dynamische Entwicklungen der heimischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu stärken, sowie das bereits vorhandene Wissen in Niederösterreich zu unterstützen.

Dafür sind 1,8 Millionen Euro vorgesehen.Ein weiterer Call betrifft den Bereich Infrastruktur bzw. die Anschaffung und Erweiterung von wissenschaftlichen Geräten an Hochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die rund um das Thema „Gesundheit und Ernährung“ benötigt werden. Für diesen Call stehen 1,25 Millionen Euro zur Verfügung.

Erstmaliger Call zum Thema FTI-Citizen Science-Projekte
Eine Besonderheit im Jahresprogramm 2023 ist der erstmalige Call zum Thema FTI-Citizen Science-Projekte. Dieser ist mit 1,8 Millionen Euro dotiert und soll Wissenschaft und Gesellschaft stärker vernetzen. „Unsere BürgerInnen sollen aktiv an Wissenschaft und Forschung mitwirken können. Beim Austausch zwischen Wissenschaftstreibenden und Bevölkerung ist die gegenseitige Expertise ein wichtiger Treiber für neues Wissen und Innovationen“, betont Landeschefin Mikl-Leitner.

Die Ausschreibung des Calls zu Citizen Science soll im zweiten Quartal 2023 erfolgen. Genaue Informationen zu allen neuen Programmlinien bzw. Calls und zur Einreichung sind im Science Center Niederösterreich, unter sciencecenter.noe.gv.at, zu finden. Die Abwicklung der Förderinstrumente erfolgt über die landeseigene Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich (GFF).

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 21.02.2023