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24. September 2021

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Interdisziplinäre Kreativität als Basis für Modernisierung

Interdisziplinäre Kreativität als Basis für Modernisierung © Pexels.com/Krivec Ales

Intelligente und automatisierte Technologien halten Einzug in die verschiedensten betrieblichen Abläufe. Für unternehmerischen Mehrwert braucht es zuvor ganzheitliche Entwicklungsräume mit einer praxisorientierten Bedarfserhebung.

(red/czaak) Die steigende Vielfalt digitaler Anwendungen und ihre Einsatzgebiete erfordert von den Unternehmen Überblick und für die Integration braucht es Geduld und übergreifendes Fachwissen. Die IT-Industrie wiederum muss neben Technologie nun auch branchenübergreifend Geschäftsmodelle und Prozesse verstehen. Für die Verknüpfung dieser Bereiche als Basis für digitale Transformation braucht es entsprechend ganzheitliche Konzepte und gesonderte Entwicklungsräume.

Der IT-Dienstleister Kapsch BusinessCom setzt hier auf sogenannte Discovery-Workshops als eine Art kreatives Biotop zur praxisrelevanten Findung digitaler Strategien oder neuer Geschäftsmodelle. „Man muss die Endnutzer in die Prozesse einbinden und reale betriebliche Anwendungen mit verschiedenen Optionen simulieren“, erläutert Jochen Borenich, Mitglied des Vorstands bei Kapsch BusinessCom.

Betriebsrelevanter Nutzen
Technologische Ansätze für die Bedarfsermittlung sind flexible Cloud-Plattformen oder sogenannte Joint-Labs und Bootcamps. Im Fokus steht zuerst der betriebsrelevante Nutzen und erst im zweiten Schritt die technologische Abbildung. Die Entwicklungen erstrecken sich von Konzept mit definierten Prozessen und begleitenden Strukturen für das Datenmanagement über bestimmte Benutzeroberflächen bis zum fertigen Prototyp. Ein wichtiger Bestandteil ist das Thema Virtualisierung und das gilt auch für die Darstellung übergreifender Abteilungsprozesse mit zunehmend automatisierten Steuerungsmodulen.

Das Unternehmen Plasser & Theurer ist international führend im Bereich Eisenbahninfrastruktur. Der Industriebetrieb steht für Gleisbau, mobile Schienenbearbeitung, Oberleitungsbau und Materiallogistik. In Zukunft sollen die Unternehmensbereiche Gleisbaumaschinen und Infrastruktur enger vernetzt und die dazugehörigen Services vereinheitlicht werden. Zielsetzung war dabei auch die Optimierung eines interaktiven Kundendienstes mittels neuer digitaler Anwendungen und hier wurde Kapsch BusinessCom mit der Konzepterstellung beauftragt.

Interaktiver Kundendienst
Zentrales Element im Anforderungsprofil war der Ausbau der globalen Kundenbetreuung über den gesamten Wertschöpfungszyklus der umfangreichen Maschinenflotte und die parallele Erweiterung damit verbundener Dienstleistungen und Ersatzteilservices. In einer gemeinsamen Workshop-Reihe entwickelten unterschiedliche Fachexperten Themenfelder und konkrete Use-Cases für die digitalen Kunden-Services. Diese Anwendungsfälle wurden dabei sowohl zeitlich als auch wirtschaftlich priorisiert. Die direkt daran anschließende Implementierungsphase beinhaltete sodann die technische Architektur und sogenannte Mock-Ups der zukünftigen Applikationen.

Final ist für Plasser & Theurer nun eine digitale Roadmap für eine effiziente Umsetzung der Zielvorgaben entstanden. „Wir sind sehr zufrieden mit der Umsetzung von Kapsch. Die moderierte Einbindung aller Fachbereiche, das strukturierte Vorgehen und die kreativen Methoden waren sehr hilfreich, um interne Barrieren zu durchbrechen und zum Kern der Sache durchzudringen“, so Alexander Lehner, Global Customer Services bei Plasser & Theurer.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 21.06.2021