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02. Dezember 2021

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Gesundheit und Digitalisierung und Umwelt

Gesundheit und Digitalisierung und Umwelt© Standortagentur Tirol

Land Tirol und Tiroler Standortagentur fördern sechs Innovationsprojekte von Tiroler Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit 4,5 Mio. Euro aus dem Programm K-Regio.

(red/czaak) Mit der Technologieförderung K-Regio unterstützt das Land Tirol heimische Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei gemeinsamen Produkten, Dienstleistungen und Verfahren mit hohem Entwicklungsrisiko. Neben den Fördernehmern sollen davon insbesondere der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol sowie der Arbeitsmarkt profitieren. In der aktuellen Förderperiode findet nun erstmalig seit dem Start von K-Regio im Jahr 2008 eine thematische Schwerpunktsetzung statt.

Tiroler Standortagentur unterstützt bei Förderanträgen
"K-Regio ist die wichtigste Tiroler Technologieförderung. Mit der thematischen Schwerpunktsetzung in den Bereichen Green, Umwelt und Klima sowie Gesundheit und Digitalisierung forcieren wir gezielt Forschung und Entwicklung in wichtigen Zukunftsfeldern", unterstreicht Anton Mattle, Wirtschaftslandesrat in Tirol. Auf eine Dauer von jeweils drei Jahren werden nun die nachfolgenden Innovationsprojekte gefördert.

Bei der Förderantragstellung zu K-Regio werden Tiroler Unternehmen und Forschungseinrichtungen von der landeseigenen Standortagentur Tirol beraten. "Mit 24 inhaltlich hochinteressanten Anträgen haben sich so viele Konsortien aus Wirtschaft und Wissenschaft um eine K-Regio-Förderung beworben wie noch nie zuvor“ freut sich Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur. „Anzahl und Qualität der Einreichungen spiegeln die Innovationskraft von Unternehmen und Wissenschaft wider.“

Green, Umwelt und Klima als Schwerpunkte bei Projekten
Das Projekt Aprikus beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung von bestehender Dünnschichtphotovoltaik in Beschattungslösungen zur Stromerzeugung. Die Projektpartner sind das Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck sowie die Unternehmen Sunplugged Solare Energiesysteme in Schwaz (T) und Hella Sonnen- und Wetterschutztechnik in Abfaltersbach (D).

Das Projekt SupremeByNano arbeitet in der Entwicklung von Nanopartikelbeschichtungen, die ihrerseits innovative Anwendungen in den Bereichen Optik, Biowissenschaften und Umwelttechnologie ermöglichen. Die Projektpartner hier sind das Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Universität Innsbruck, das Management Center Innsbruck sowie die Unternehmen Swarovski Optik in Absam (T), Planlicht in Vomp (T) und PhysTech Coating Technology in Pflach (T).

Wasserstoff und Recycling
Beim Projekt Wasserstoffdrohne geht es um die weltweit erstmalige Entwicklung und Erprobung eines innovativen Wasserstofftankdesigns in Leichtbauweise, damit Drohnen auch für eine längere Flugdauer eingesetzt werden können.
Die Projektpartner sind die FH Kufstein (T), FEN Research in Innsbruck (T) sowie die Unternehmen Twins in Ampass (T) und Wolftank Adisa in Innsbruck (T).

EcoRoad beschäftigt sich mit der Erhöhung und Sicherung der Qualität von Recyclingbaustoffen mit Fokus auf zement- und bitumengebundene Baustoffe im Straßenbau. Die Projektpartner sind das Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck, Nievelt Labor in Höbersdorf (NOe) und Bodner Baugesellschaft in Kufstein (T).

Schwerpunkt Gesundheit und Digitalisierung
Beim Projekt DesDet geht es um die ökonomische Entwicklung von chemischen oder physikalischen Desinfektionsmethoden in Echtzeit. Die Projektpartner sind das Institut für Informatik der Universität Innsbruck sowie die Unternehmen Hollu Systemhygiene in Zirl (T) und Planlicht in Vomp (T).

Und beim Projekt implEYE geht es um die Entwicklung einer standardisierten Bildgebungsplattform der Augenoberfläche für die tele-augenheilkundliche Anwendung. Projektpartner sind UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik in Hall (T) sowie die Unternehmen Occyo in Innsbruck und eyecar aus dem Ötztal (T).

„Seit dem Start der Technologieförderung K-Regio im Jahr 2008 wurden, exklusive der sechs neuen Kompetenzzentren, 105 Tiroler Unternehmen und 145 heimische Forschungsgruppen mit rund 18,2 Millionen Euro gefördert“, so die Standortagentur Tirol in einer Aussendung.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 30.09.2021