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11. Juli 2020

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Gesicherter Neustart im Krisenmodus

Gesicherter Neustart im Krisenmodus© pexels.com/breakingpic

Neue Entwicklungen auf Basis Künstlicher Intelligenz und Sensorik erleichtern Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen.

(Christian Czaak) Die aktuelle Ausnahmesituation erfordert rasche wie umfassende Lösungen zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktursysteme und des Wirtschaftskreislaufs von Betrieben. Ein Thema, das Verwaltung und Unternehmen auch in Zeiten erster Lockerungsmaßnahmen begleiten wird, ist das Steuern von größeren Menschenmengen als Sicherheitsmaßnahme.

Intelligente Aufteilung
Aufbauend auf Innovationen im Bereich intelligenter Sensorik und Kameratechnologien hat Kapsch BusinessCom nun eine Anwendung zur intelligenten Steuerung von Arbeits- und Besuchsbereichen entwickelt. Die Smart Crowd Management genannte Lösung ist als modularer Baukasten für Bereiche wie Empfang, Registrierung, Geschäftseingänge oder Arbeitsumgebungen ausgelegt. „Hier kommen viele Menschen zusammen und hier braucht es eine intelligente Steuerung und Betreuung“, sagt Jochen Borenich, Mitglied des Vorstands bei Kapsch BusinessCom.

Durch Kameras und Sensoren können Ein- und Ausgänge sowie unterschiedliche Geschäfts- und Arbeitsbereiche standortübergreifend überwacht werden. Gleichzeitig werden die Daten gesammelt sowie analysiert und können über Dashboards übersichtlich dargestellt werden. Inkludiert ist auch die Möglichkeit automatische Alarmauslösung für mobile Geräte zu generieren. „So kann sichergestellt werden, dass sich immer die zugelassene Anzahl an Personen im Gebäude oder Geschäft befindet“, so Borenich.

Fiebermessung als weiteres Modul
Ein weiteres Modul ist die Möglichkeit einer Fiebermessung über mobile oder stationäre Geräte. Technologische Basis hierfür sind Fieberwärmebildkameras, die Personen mit erhöhter Temperatur kontaktlos identifizieren können. Die auch über größere Reichweiten genau einsetzbaren Kameras reduzieren das Risiko von Kreuzinfektionen und sie gewährleisten die Nachvollziehbarkeit und Informationsgenauigkeit durch die Kombination von Fiebererfassung und menschlicher Körpererkennung.

„Durch die Verfügbarkeit bedarfsgerechter Produkttypen für unterschiedliche Szenarien und eine automatisierte Alarmauslösung können Aufwand wie Kosten erheblich reduziert bzw. Ökonomie und Effizienz entsprechend gesteigert werden“, ergänzt Borenich. Ebenfalls enthalten im Baukastensystem ist eine automatisierte Maskenerkennung. Auf Basis einer KI-Entwicklung von Kapsch erfolgt auch hier ein automatisierter Prozess von Erkennung über Analyse bis zur Einleitung von Maßnahmen. Operativ können mittels der Kamera Masken und Mundschutz erkannt werden und auf Basis der KI-Analyse passierten sodann weitere Schritte wie etwa die Weiterleitung in bestimmte Zonen und Geschäftsbereiche.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 28.04.2020