Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

20. Januar 2019

Search form

Search form

Digitalisierung braucht Infrastruktur und Service

Digitalisierung braucht Infrastruktur und Service Michael Ludwig, Stadt Wien, Patricia Neumann, IBM und Markus Grausam, A1. © A1

A1 realisiert gemeinsam mit IBM neues Rechenzentrum in Wien. Moderne IT-Infrastruktur für ausfallsichere Verfügbarkeit und Datenmanagement als Dienstleistung für Unternehmen. Standort Wien und Österreich verfügen damit über weiteres lokales Datacenter.

Die rasche Entwicklung der Digitalisierung und der dafür nötigen Technologien und Infrastrukturen veranlasst Betriebe zunehmend externe und entsprechend spezialisierte IT-Dienstleister mit dem Betrieb und dazugehörigen Datenmanagement zu beauftragen. Bedingt durch die ebenso zunehmende enge Verschmelzung von IT- und Kommunikationslösungen ergeben sich dabei neue Anforderungen an Datensicherheit, Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der IT-Systeme.

8.000m2 und Glasfaserübertragung bis zu knapp 18 Tbit je Sekunde
Mit einem Investment von rund 40 Mio. Euro hat A1 nun in Wien ein 8.000m2 großes neues Rechen- und Datenzentrum eröffnet. Auf Basis letztaktueller Technologien und Netzwerk-Architekturen können Betriebe aus sicheren und hochverfügbaren Datenanbindungen zu ihren Betriebsstandorten wählen oder, relevant für internationale Unternehmen, aus Anbindungen zu den großen internationalen Internetknoten. Über 3 unabhängige Glasfaserstrecken werden Übertragungsraten von bis zu 17.6 Tbit je Sekunde erreicht.
Vergleichbare Anbieter sind in Österreich etwa noch Kapsch, unter anderen mit seinem unterirdisch gelegenen Rechenzentrum im steirischen Kapfenberg oder T-Systems, etwa mit zwei Standorten in Wien sowie das Bundesrechenzentrum (BRZ) oder Raiffeisen-Informatik. Hinzu kommen Rechenzentrum in den Bundesländern, beispielsweise von den Landesenergieversorgern und große Kommunen wie Wien oder große Infrastrukturausstatter wie die Asfinag betreiben eigene Rechenzentren.

Höchste Zertifizierungen für Sicherheit, Qualität und Umweltmanagement
A1 selbst will mit dem neuen Standort übergreifende und entsprechend ganzheitlich nutzbare Services bieten, beginnend beim einzelnen Desktop am Arbeitsplatz über verschiedenste Datenanbindungen bis zum Serverhousing direkt im Rechenzentrum. Enthalten sind dabei auch alle Arten moderner Cloud-Services, von Private über Public bis hin zu beide Arten verbindende hybride Cloud-Varianten. Hier liegt der Fokus auf Modularität, flexibler Skalierbarkeit sowie Automatisierung bei Nutzung und Monitoring.
Alle diese Anwendungen sind über sogenannte End-2-End-Verbindungen entsprechend sicher für Betriebe jeder Branche und Größe nutzbar. Als Bestandteil des georedundanten A1-Datencenter-Verbundes soll dabei höchste Ausfallsicherheit gewährleistet sein. Das neue Rechenzentrum verfügt über eine durchgängige redundante Stromversorgung inklusive unterbrechungsfreier Notstromanlagen und über höchste Zertifizierungen für Sicherheit, Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement.
„Wir kommen mit unserem neuen Rechenzentrum der steigenden Nachfrage der heimischen Wirtschaft nach sicheren und flexiblen IT-Lösungen nach“, so Marcus Grausam, CEO von A1. „Das neue A1-Datencenter ist ein wichtiger Baustein für Wiens Anstrengungen im Digitalbereich“, ergänzt Michael Ludwig, Bürgermeister von Wien, bei der Eröffnung. "Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit A1 ein so wichtiges Infrastrukturprojekt realisieren konnten“, unterstreicht auch Patricia Neumann, Generaldirektorin IBM Österreich.

Standort Wien und Standort Österreich
„Mit unserem neuen Wiener Standort erweitern wir auch unseren bereits bestehenden redundanten Rechenzentrumsverbund“, so Grausam weiter. Gemeinsam mit den weiteren Rechenzentren in allen Landeshauptstädten Österreich soll dieser Verbund flächendeckend höchste Ausfallssicherheit und Verfügbarkeit bieten und zudem bleibt Management und Speicherung der Daten in Österreich.
„Betriebe erhalten eine hochverfügbare IT-Infrastruktur und ersparen sich hohe Investitionen und Kosten für Errichtung und Betrieb eigener Rechenzentren“, betont Grausam. Mit seinen 13 eigenen Rechenzentren in ganz Österreich ist A1 der größte Datacenter-Provider Österreichs. Schwerpunkte der IT-Dienstleistungen beinhalten Housing, Managed Datacenter, Virtual Datacenter, Backup oder ganze Storage-Lösungen und weitere Services, etwa im Bereich Cloud. 
Professionelle Infrastruktur- und Sicherheitseinrichtungen sollen zudem höchsten Gebäudeschutz und Umweltverträglichkeit gewährleisten. Beispielsweise wird die durch den Serverbetrieb entstehende Abwärme durch modernste Klimaanlagen-Technik effizient abgeführt. Und für den Gebäudeschutz sorgen Zutritts- und Videoüberwachung inklusive biometrischer Systeme, Brandschutz mit Brandfrüherkennung und Löschanlagen sowie eine mehrstufige rund um die Uhr-Überwachung.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 11.12.2018