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14. November 2018

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Die Angst vor weiteren Fahrverboten

Die Angst vor weiteren Fahrverboten© Bilderbox.com

Neuwagenabsatz in EU bricht ein. In Österreich beträgt das Minus 42 Prozent. Primär geraten Diesel-Verkäufe massiv unter Druck. Auch bei Elektroautos schwächt sich das Plus weiter ab.

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der EU sank im September um fast 25 Prozent und damit so stark wie noch nie zuvor in einem September. Die Zahl der neu zugelassenen Pkw lag mit knapp 1,1 Millionen auf dem niedrigsten Stand seit der Jahrtausendwende. Der österreichische Neuwagenmarkt brach sogar um 42 Prozent ein, so die Berater von Ernst & Young (EY) in einer aktuellen Aussendung.
Der Grund für den massiven Rückgang ist die Umstellung auf den sogenannten WLTP-Prüfstandard. Seit 1. September dürfen in Europa nur noch nach den neuen WLTP-Regeln zugelassene Fahrzeuge verkauft werden. Einige Autohersteller hatten daher im Vorfeld der Umstellung noch im großen Stil Modelle nach den alten NEFZ-Regularien in den Markt gedrückt und diese entweder mit hohen Rabatten an Endkunden verkauft oder als Eigenzulassungen zu den Händlern gestellt.

Normalisierung bis Jahresende
Besonders stark gesunken sind im September die Neuzulassungen bei denjenigen Autobauern, die im September noch am stärksten zugelegt hatten: So sank die Zahl der EU-weiten Neuzulassungen von Fahrzeugen der Renault-Gruppe um 27 Prozent, beim Fiat-Konzern betrug das Minus 32 Prozent und beim Volkswagenkonzern lag das Minus sogar bei 48 Prozent.
„Es war zu erwarten, dass auf den Zulassungsboom im August ein massiver Einbruch folgt. Die Flaute wird voraussichtlich auch im Oktober noch anhalten“, erläutert Gerhard Schwartz, Industrie-Experte bei EY Österreich. „Die Autoindustrie muss sich auf weitere schwierige Monate einstellen, da neben vorgezogenen Käufen auch das stark eingeschränkte Angebot eine Rolle spielen dürfte“, so Schwartz. Allerdings: „Einige Modelle sind noch nicht nach dem neuen Prüfstandard zertifiziert und daher nicht verfügbar. Mit Jahresende wird sich die Situation voraussichtlich aber wieder normalisiert haben.“

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 23.10.2018