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17. Februar 2020

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Das Gebäude als intelligenter Organismus

Das Gebäude als intelligenter Organismus © pexels.com

Siemens verwandelt passive Gebäude in lernfähige und adaptive Umgebungen. Intelligente Interaktion mit menschlichen Bewohnern inkludiert Cloud-Technologien, IoT-Anwendungen und digitale Planungsservices.

(red/czaak) Unter dem Motto „Building the future today“ stellt Siemens auf der diesjährigen Messe „Light+Building“ die Transformation von passiven Gebäuden in lernfähige, adaptive Umgebungen vor. Technologische Basis für die intelligente Interaktion mit den menschlichen Bewohnern sind Cloud-Dienste, Internet-of-Things-Anwendungen (IoT), digitale Planungstools, nutzerzentrierte Gebäudeautomation und entsprechende Services.

„Die Digitalisierung kann Gebäude von passiven Strukturen zu lebenden Organismen machen, die mit ihren Bewohnern interagieren und sich letztendlich an deren Bedürfnisse anpassen“, erläutert Cedrik Neike, Mitglied des Siemens-Vorstands und CEO von Siemens Smart Infrastructure. „In drei bis fünf Jahren werden wir die ersten Gebäude sehen, die sich ganz von selbst anpassen“, unterstreicht Neike.

Digitalisierter Lebenszyklus
Globalisierung, Verstädterung, Klimawandel und demografische Veränderungen ändert die Art und Weise, wie Menschen leben und arbeiten. 90 Prozent ihres Lebens verbringen diese Menschen in Gebäuden und dank digitaler Technologien können diese zunehmend proaktiv zu Produktivität, Wohlbefinden und Komfort beitragen und damit die Gebäudeleistung für Bewohner wie auch den Ertrag für Betreiber oder Eigentümer steigern.

Auf der diesjährigen Light+Building (Anm. 8.3. bis 20.3. in Frankfurt/D) stellt Siemens nun die „Smart Buildings Suite“ mit IoT-fähigen Geräten und Services vor. Die „Building Twin“ genannte Anwendung ermöglicht etwa die komplett digitale Darstellung eines Gebäudes, indem statische mit dynamischen Daten aus unterschiedlichen Quellen zu einem virtuellen 3D-Modell zusammengeführt und Leistungsdaten entsprechend in Echtzeit ermittelt und angepasst werden können. Eine weitere IoT-fähige Anwendungen ist der „Building Operator“ für Fernüberwachung, -betrieb und -wartung von Gebäuden, verfügbar als Software as a Service (SaaS) mit Echtzeitdaten.

Ökologie und Ökonomie smarter Infrastrukturen
Als weiteres Beispiel zum Thema moderne Gebäudeinfrastrukturen zeigt Siemens auch eine Anwendung für cloud-basiertes Energiemonitoring. Ohne zusätzlichen Platzbedarf oder Verdrahtungsaufwand kann diese digitale Messwerterfassung auch Elektroinstallationen beinhalten. Mit einer eigenen und komplett in die Gebäudemanagementplattform integrierten Energiemonitoring-Software lassen sich alle Gebäude- und Energiedaten zentral verwalten, überwachen und analysieren.

Ein weiterer Schwerpunkt moderner digitalisierter Ökosysteme betrifft das Thema E-Mobilität. Siemens zeigt auf der Messe sein „eMobility Charging Ecosystem“ und das beinhaltet auch die Bereiche Batteriespeicher- und Ladesysteme für Wohngebäude. Ebenfalls abgedeckt wird das Thema Sicherheit. Auf der parallel stattfindenden Sonderschau „Intersec Building 2020“ stellt Siemens integrierte und vernetzte Sicherheits- und Brandschutzsysteme vor.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 14.02.2020