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22. November 2017

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Virtuelle Dienste erobern den realen Unternehmensalltag

Virtuelle Dienste erobern den realen Unternehmensalltag© piqs.de/anne meyer

Digitalisierung heißt zumeist internetzgestützte Vernetzung von Prozessen und Kommunikation.

Startups konzentrieren sich auf ihr Produkt und holen sich für andere unternehmerische Bereiche externe Partner. Mittelstand und Industrie haben zunehmend den gleichen Anspruch, sind aber oft mit dezentral gewachsenen und entsprechend kostenintensiven Infrastrukturen konfrontiert. Die digitale Verknüpfung betrieblicher Abläufe bringt nun ökonomische Flexibilität und das intern wie auch Kunden oder Lieferanten gegenüber. Ein zentrales Element ist dabei die Kommunikation.
Für Unternehmen mit mehreren Standorten und Bedarf zur Konsolidierung heterogener Systeme oder flexibler Erweiterung in Wachstumsphasen eignen sich beispielsweise virtuelle Telefonanlagen auf Internetbasis. Tele2 setzt hier mit einer Voice-over-IP-Lösung an, die sowohl Anschaffungs- und Wartungskosten, etwa für Stromversorgung und Klimatisierung, einspart und zudem bei Tarifen individuelle Nutzungsmöglichkeiten beinhaltet.
Im eigenen Unternehmensnetzwerk sind etwa Telefonate kostenlos und außerhalb gelten spezielle Business-Tarife, auch im Ausland. Telefoniert werden kann über herkömmliche Apparate, eigens gestaltete Rechner oder per Smartphone-App. Beinhaltet sind Präsenzinformationen, direkte Wahl aus dem E-Mail-Client oder eine Call-Center-Variante und Ausfallssicherheit wird über geo-redundante Anlagenstrukturen gewährleistet.„Virtuelle Telefonanlagen wie Office Phone IP bieten Unabhängigkeit und ersparen teure Wartungsverträge herkömmlicher Nebenstellenanlagen was besonders für Unternehmen mit Anspruch auf leichte Skalierbarkeit relevant ist,“ erklärt Alfred Pufitsch, CEO von Tele2.

Gesetzesänderung erlaubt Versicherungen Einsatz von Onlineservices
Eine Branche, die das veränderte Kommunikationsverhalten ihrer Kunden betrifft, ist auch der Finanzdienstleistungsbereich. Aufgrund einer Gesetzesänderung können hier nun neue Kunden mittels Onlineservices gewonnen werden. In Zusammenarbeit mit Europ Assistance Österreich, einem Dienstleister speziell für Versicherungen, hat Kapsch BusinessCom eine internetbasierende Video-Lösung für die Beratung entwickelt.
Über PC oder Smartphone können sich Neukunden registrieren und erhalten einen Link zu einem Live-Video-Chat, wo sie entsprechend geschulte Agents erwarten. Die Lösung umfasst nicht nur Identifikation und Beratung, bei Bedarf kann der gesamte Geschäftsprozess als sogenanntes Managed Service gestaltet werden. Hier können dann ganze Antragsstrecken auf den Systemen von Kapsch frei modelliert wie betrieben werden und auch die Anbindung von weiteren Services oder Kundensystemen ist möglich, etwa Bonitätsprüfungen über Kreditschutzverbände. Alle anfallenden Daten werden im earthDATAsafe von Kapsch im steirischen Kapfenberg verwahrt. Technische Infrastruktur inklusive sensibler Kundendaten ist dabei in einem unterirdischen Stollen auch gegen elektromagnetische Störsignale geschützt.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 19.10.2017