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22. November 2017

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Tod und Internethandel kennen keine Öffnungszeiten

Tod und Internethandel kennen keine Öffnungszeiten© piqs.de/harry67m

Früher zählte in der IT das technologisch Machbare, nun geht es um den Nutzen für die Anwender.

Bestattungsunternehmen sind oftmals kleine Firmen mit wenig Personal. Todesfälle passieren aber nach keinem geordneten Rhythmus und Begräbnisse müssen zügig und in enger Abstimmung mit Hinterbliebenen und involvierten Stellen organisiert werden. Zentrales Element dabei ist die Kommunikation, welche hier vorwiegend über das Telefon erfolgt. Fallen jedoch mehrere Begräbnisse parallel an, so stossen klassische Telefonanlagen rasch an Grenzen.
Um Probleme bei Überlastungen abzufedern, arbeiten drei kleinere Bestattungsbetriebe aus Wien zusammen. Zur gleichmässigen Verteilung der Arbeitslast und Sicherstellung persönlicher Betreuung von Kunden wie Geschäftspartnern, wurde der IT-Dienstleister atms mit der Lösung für eine automatisierte Telefon-Bereitschaft rund um die Uhr beauftragt.
Im ersten Schritt wurde für hinaus gehende Gespräche mittels zentraler „Office-Nummer“ ein telefonisches Bereitschaftszentrum eingerichtet. Eingehende Anrufe werden über einen sogenannten Ringruf automatisch an freie Mitarbeiter weitergeleitet. Da die Partnerbetriebe nicht alle bei einem Handybetreiber sind, ist die Anwendung auch netzübergreifend einsetzbar, die auf dem Internet basierende Lösung („Voice-over IP“) erlaubt das. Und wenn einmal wirklich alle Kollegen besetzt sind, so übernimmt eine gesonderte Sprachbox. „Eine pietätvolle Stimme informiert, dass gerade ein Gespräch stattfindet und avsiert sofortigen Rückruf“, erläutert Christian Rupitsch von atms.

Innovation im Online-Handel
Für Handelsbetriebe zählen ebenso zufriedene Kunden, technologische Innovationen betreffen hier primär den Online-Handel. Die Saturn-Märkte stehen für Unterhaltungselektronik, Computer oder Fotografie. Während europaweit in rund 200 Filialen 45.000 Artikeln angeboten werden, beläuft sich der Online-Shop saturn.de auf mehr als 200.000 Produkte. Saturn setzt dabei auf enge Verknüpfung zwischen Internet-Shop und stationären Märkten, wer möchte, kann etwa online bestellen und in der Filiale abholen.
Bestandteil eines komfortablen Einkaufserlebnisses ist Abrechnung und Bezahlung. Umfragen ergaben, dass der Kauf auf Rechnung auch hier an vorderer Stelle genannt wird und Saturn beauftragte den Bezahldienstleister Klarna mit einer entsprechenden Lösung. Entscheidende Kriterien waren eine problemlose Integration im parallel weiter laufenden Shop, die Übernahme des Zahlungsrisikos von Klarna gegenüber Händlern und transparente wie flexible Prozesse für den Kunden. Das normale Zahlungsziel von 14 Tagen kann etwa mit einem Klick um weitere 10 Tage verlängert werden. „Die Integration lief professionell und ergebnisorientiert ab, die Konditionen sind fair und das Produkt wird stetig weiterentwickelt,“ so Marco Schwabenthal, Leiter E-Commerce bei der Saturn Online GmbH.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 31.10.2017