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14. Dezember 2017

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Österreichs Unternehmen digitalisieren sehr unterschiedlich

Österreichs Unternehmen digitalisieren sehr unterschiedlich© Bilderbox.com

Eine aktuelle Umfrage zur Digitalisierung in Österreich zeigt bei Unternehmen ein drastisches Ost-West-Gefälle.

73 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass die fortschreitende Digitalisierung direkte Auswirkungen auf sie haben wird, so die Umfrage des Kreditschutzverbandes (KSV) von 1870. Mehr als die Hälfte rechnet damit, dass diesen mit moderaten Anpassungen begegnet werden kann. Besonders aufgeschlossen für die Digitalisierung zeigen sich die Tiroler (83 Porzent) und die Vorarlberger (92 Prozent), während die Kärntner (40 Prozent), Wiener und Niederösterreicher (je 30 Prozent) relativ entspannt sind und das Thema eher in der Zukunft oder generell überbewertet sehen.

Maßnahmen gegen Cyberkriminalität

Den höchsten Bedarf für Digitalisierungsmaßnahmen orten 73 Prozent der befragten Unternehmen in der Administration. Für diesen Bereich werden daher auch die meisten Maßnahmen geplant. Generell werden 65 Prozent der Unternehmen in den kommenden Monaten in Digitalisierung investieren. Jeder Dritte sieht dazu (noch) keine Notwendigkeit. Gefragt nach den größten Gefahren, die mit der Digitalisierung einhergehen, wird die Cyberkriminalität als Nummer Eins genannt, doch auch der Verlust an Arbeitsplätzen sowie die Datensicherheit bereiten in diesem Zusammenhang Sorgen. Nur 5 Prozent der Befragten sehen die mögliche Überwachung als besonders kritisch.

Anspruchsvolles und ungeduldiges Y
Ricardo-José Vybiral, Vorstand der KSV1870 Holding AG, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema: „ Wir raten allen Unternehmen, sich intensiv mit den Anforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Vorsicht ist natürlich gerechtfertigt, doch die meisten werden Vorteile erkennen. Die Generation Y tickt anders, in ihrem Datenverständnis, aber auch im Konsumverhalten. Lieferanten müssen auf Knopfdruck liefern können und es wird erwartet, dass die Servicierung damit nicht beendet ist.“

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red/stem/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 11.07.2017