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21. October 2018

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Neue Geschäftsmodelle für KFZ-Dienstleister

Neue Geschäftsmodelle für KFZ-Dienstleister© Bilderbox.com

Digitale Intelligenz und Automatisierung in der Kfz-Werkstatt. TecAlliance und Continental entwickeln innovatives Sprachassistenzsystem mit Zugriff auf fast 30 Millionen Reparatur- und Wartungsinformationen (RMI) per einfachen Sprachbefehl.

Im Zug einer gemeinsamen Innovationsinitiative haben TecAlliance und Continental einen Prototyp für den ersten digitalen Sprachassistenten für die Kfz-Werkstatt entwickelt. Das neue Sprachassistenzsystem unterstützt den Mechaniker bei der initialen Inspektion des Fahrzeugs. Einen ersten Proof of Concept (Anm. Referenz im Praxiseinsatz) stellten die Unternehmen jetzt auf der Automechanika vor.
Der digitale Sprachassistent basiert auf Cortana für Desktop und Mobile und beherrscht derzeit über 200 Sprachbefehle jeweils auf Deutsch und Englisch, mit denen 24 verschiedene Aktionen gesteuert werden können. Zudem können die Anwender auf rund 23 Millionen Arbeitswerte und rund 4 Millionen Reparaturanleitungen zugreifen. Möglich wird dies durch eine Schnittstelle zu den Reparatur-und Wartungsdaten (RMI) von TecAlliance, einem spezialisierten Technologiedienstleister im Bereich Datenmanagement in der Automotive Branche.

Potential für neue Geschäftsmodelle
Bevorzugter Einsatzort des digitalen Sprachassistenten ist die Fahrzeuginspektion durch den Mechaniker, dazu können weitere Verwendungen innerhalb der Werkstatt kommen. Sein volles Potenzial könnte das Sprachassistenzsystem innerhalb der Integration einer Werkstattmanagement-Lösung entfalten, bei der etwa die Anzeige von Preisen, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen oder die spätere Übergabe des erledigten Auftrags an die Buchhaltung für die Fakturierung an den Kunden denkbar sind. Der aktuelle Prototyp wurde auf Grundlage bestehender Erfahrungen innerhalb von drei Monaten entwickeln.
„Die Verfügbarkeit und der Zugang zu Fahrzeug- sowie Produktinformationen sind der Schlüssel zum Erfolg für die Werkstatt. Mit der Sprachassistenz lassen sich Abläufe in der Werkstatt wie etwa die Fahrzeuginspektion bei der Dialogannahme und der Zugriff auf relevante Reparaturinformationen unmittelbar am Fahrzeug weiter optimieren“, erklärt Jürgen Buchert, Geschäftsführer der TecAlliance. „Der digitale Sprachassistent ist darüber hinaus ein gutes Beispiel, wie wir mit Kunden gemeinsam innovative Lösungen für die Herausforderungen des digitalen Automotive Aftermarket entwickeln. Solche Innovationsinitiativen haben das Potential in neue Geschäftsmodelle einzufließen“, betont Buchert.

Continental setzt auf Lösung in eigener Digitaloffensive
Für Continental ist das Sprachassistenzsystem ein innovativer Baustein im Rahmen der Digitalisierungsoffensive rund um die Kfz-Werkstätten. „Wir sind uns sicher, dass der einfache Zugriff auf Wissen und effiziente Prozesse für den Erfolg einer Werkstatt entscheidend sind. Beides wird durch Digitalisierung sehr erleichtert und darum arbeiten wir intensiv daran, diese Vorteile auch den Werkstätten zugänglich zu machen“, so Matthias Rödler, Head of Business Process Development bei Continental.
Das Technologieunternehmen entwickelt derzeit mehrere innovative Konzepte rund um die digitale Zukunft der Kfz-Werkstatt. „Uns geht es um die Entwicklung innovativer Technologien im B2C-Bereich und diese mit einem echten Mehrwert in den B2B-Bereich zu übertragen“, unterstreicht Rödler. „Die Zusammenarbeit mit TecAlliance war sehr inspirierend, die Umsetzung erfolgte zeitnah und kompetent.“
Welche Zukunft der digitale Kollege im Segment Automotive haben wird und ob er eine Schnittstelle zur „Remote Vehicle Data Plattform“ von Continental bekommt, macht der Automobilzulieferer unter anderem auch von der finalen Resonanz anlässlich der Messe Automechanika abhängig. Wer den digitale Sprachassistenten persönlich kennenlernen will: Der Proof of Concept des digitalen Sprachassistenten konnte am Stand von Continental praxiskonform getestet werden.

TecAlliance
Seit über 20 Jahren ist Die TecAlliance ist seit über 20 Jahren einer der weltweit führenden Daten-Spezialisten für die vernetzte Zusammenarbeit im digitalen Automotive Aftermarket. Das Portfolio beinhaltet neben aktuellen, OE-basierenden Fahrzeug- und Ersatzteildaten auf Grundlage des TecDoc-Standards auch umfassende Reparatur- und Wartungsinformationen sowie integrierte Lösungen und Beratungsleistungen für die digitale Auftragsabwicklung, das Fuhrparkmanagement und die Markt- und Datenanalyse im Automotive Aftermarket.
Der TecDoc Catalogue ist dabei einer der umfassendsten und führenden Kfz-Ersatzteilkataloge weltweit.
Das internationale Unternehmen beschäftigt mehr als 550 qualifizierte Mitarbeiter aus 26 Nationen mit entsprechender Expertise im Automotive Aftermarket. Schwerpunkt sind innovative Entwicklungen um Daten und Prozesse noch effizienter zu gestalten.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 25.09.2018