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19. April 2021

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Nachhaltige Energieeffizienz für Wirtschaft und Verwaltung

Nachhaltige Energieeffizienz für Wirtschaft und Verwaltung © Pexels.com/ThisIsEngineering 3862631

Sicher und ökonomisch verfügbare Energie ist ein kritischer Erfolgsfaktor für Betriebe und öffentliche Einrichtungen. Das Unternehmen Watt Analytics hat eine innovative Anwendung zur nachhaltigen Optimierung des Energieverbrauchs entwickelt.

(red/czaak) Aktuelle Erhebungen zeigen, dass die durchschnittlichen Energiekosten für die reine Nutzung von Strom zwischen 2 und 10 Prozent des Unternehmensumsatzes betragen und da sind die erforderlichen Investitionen für Geräte und Installierung noch nicht mit einberechnet. Neben strategischen Vorteilen von Energieeffizienz wie Energieautarkie oder CO2-Senkung, ist eine Verbrauchs- und Kostenreduktion direkt beim EBIT (Anm. Ergebnis der sogenannten gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) wirksam.

Hier wirkt sich dann auch der Einsatz von modernen sensorbasierten Messgeräten (IoT-Devices) mit einer Echtzeit-Nutzung der laufend gewonnenen Daten durch selbstlernende Algorithmen massiv aus. Messungen zeigen, dass damit bis zu 15 Prozent (nachhaltig) erwirtschaftete Einsparungen im Energiemanagement zu erzielen sind. Derartige Energieeffizienzprojekte werden von Unternehmen und öffentlicher Hand aus unterschiedlichen Zielsetzungen gestartet. Gesetzliche Erfordernisse gehören ebenso dazu wie Kapazitätsbegrenzungen in der Stromverfügbarkeit oder produktionstechnische Belange.

Exakte Identifikation aller Geräte und Anlagen
„Die Projekte selbst sind oft staatlich gefördert, selten automations- und kennzahlengestützt und noch seltener unternehmensweit einheitlich organisiert“, sagt Georg Greutter, Managing Partner bei Watt-Analytics. Das Wiener Unternehmen hat eine Lösung zur ganzheitlichen Erfassung aller Stromereignisse eines Betriebes entwickelt. Dabei werden mit einem speziellen Messgerät sämtliche Stromereignisse innerhalb des Energiekreislaufes gemessen und mittels AI-Algorithmen den einzelnen Verbrauchern zugeordnet. Final wird jedes Gerät mit Stromverbrauch exakt nach Zeit und verursachten Kosten identifiziert.

Watt Analytics hat die gängigen Ansätze der betrieblichen Energieeffizienz branchenübergreifend erhoben und sodann digitalisiert, automatisiert und um die aus der unternehmerischen Praxis bekannten Fehlerquellen ergänzt bzw. bereinigt. „Die Verbesserungspotenziale im Sinne der Energieeffizienz können nun in Echtzeit und unter direkter Verbrauchs- und Kostenzuordnung gemessen und je Organisationseinheit identifiziert werden“, erläutert Greutter.

Bis zu 30 Prozent reduzierte Energiekosten
Die innovative Anwendung beinhaltet umfangreiche Dienste, die von der Identifikation und Optimierung sogenannter „blinder oder träger Verbraucher“ (zB. Heizung, Kühlung oder Pumpen) über die kaskadierte Schaltung und Optimierung korrelierender Verbraucher (zB. Wärme/Kälterückgewinnung) und Identifikation von Verschleißkomponenten und “Energiefressern“ (zB. Beleuchtung oder alte Maschinen) bis hin zur Aufzeigung von Outsourcing-Potenzialen energieintensiver Prozesse und einer verbrauchsadäquaten Dimensionierung alternativer Energiequellen bzw. der Eigenverbrauchsquote reichen.

„All das erfolgt unabhängig von Unternehmensstandorten sowie von Herstellern der angeschlossenen Geräte und Anlagen“, betont Greutter. Angaben zufolge erreicht Watt Analytics für Kunden ohne vorhergegangene Optimierung eine Einsparung von bis zu 25 Prozent der Energiekosten, bereits optimierte Betriebe können mit weiteren Einsparungen von bis zu 12 Prozent rechnen. Unter Berücksichtigung der Kosten für das Watt Analytics-System wird etwa für Kunden mit einem Energieverbrauch von 1MWh p.a. bereits nach zwölf Monaten der Break Even erreicht. „Bei Kunden mit mehr als 1GWh Jahresverbrauch ist der Break Even Point schon zwischen drei und sechs Monaten erreichbar“, so Greutter.

Leistungen zu Festpreisen oder ergebnisabhängig
Den Kunden aus Unternehmen oder Verwaltung werden sämtliche Informationen aus dem Stromnetz auf allen gängigen Geräten ortsunabhängig zur Verfügung gestellt und der Betrieb einzelner Energiegeräte oder Anlagen kann standortunabhängig in Echtzeit verfolgt werden. Betriebswirtschaftlich können all diese Informationen in weiterer Folge zur besseren und zudem automatisierten Vorhersage von Wartungserfordernissen (Predictive Maintainance) und Prozessoptimierung genutzt werden. Die Implementierung des Watt Analytics Systems umfasst Hardwarekomponenten, Softwarelizenzen, Installation sowie Beratungs- und Wartungsdienstleistungen.

„Wir bieten unsere Leistungen zu Festpreisen, pauschal zur Vermeidung von Projektrisiken auf Kundenseite oder ergebnisabhängig, performance based in Prozent der erreichten Einsparungen oder nach Aufwand (time & material) an“, unterstreicht Georg Greutter auch die individuelle Preisgestaltung von Watt Analytics. „Auf den Punkt gebracht haben wir eine einzigartige Technologie zur Optimierung des Stromverbrauchs entwickelt und die daraus gewonnenen Daten können zudem für die Energieeffizienz aber auch generell für Prozessoptimierungen oder die Anschaffung neuer Geräte genutzt werden.“

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 05.04.2021