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26. Mai 2019

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Mehrwert durch Personalisierung

Mehrwert durch Personalisierung© Piqs.de/ Zeppelin

E-Commerce. Bei Einkauf über Internet-Shops stärken zusätzliche Services Umsatz und Kundenbindung. Die von Fintechs entwickelten Innovationen unterstützen dabei den Händler wie auch die Konsumenten.

(Christian Czaak) Der Handel gilt als eine der am stärksten von der Digitalisierung betroffene Branche. Egal wo, egal wie und egal wann, zunehmend mobilere Konsumenten wollen Waren schnell, einfach und sicher auswählen, bezahlen und gleich geliefert bekommen. Diese Erwartungshaltung bringt auch ein neues Anforderungsprofil an die IT-Dienstleister der Online-Shops.


Kanalübergreifende Vertriebswege
Ein grundsätzliches Erfolgskriterium im Handel ist die direkte Verschränkung von klassischem Filialgeschäft mit Online-Shopping. Das ehemals rein stationäre Offline-Geschäft wird dabei über digitalisierte Wertschöpfungsketten zu kanalübergreifenden Vertriebswegen (Omnichannel) ausgeweitet.
Die Ölmühle Höfler gründete 1999 im steirischen Kaindorf neben einem bereits bestehenden landwirtschaftlichen Familienbetrieb eine Kürbiskernölmühle. Auf Grund des zunehmenden Kürbisanbaus in der Region und der damit verbundenen Lohnverarbeitung, wurde der Betrieb dann 2014 erweitert und zusätzlich der “Heimat-Genussladen” eröffnet, wo neben verschiedenen Kürbisprodukten auch hochwertige Nahrungsmittel von den Bauern der Umgebung feil geboten werden.
Bis dato erfolgte der Verkauf rein über den stationären Laden, seit letztem Jahr gibt es nun auch einen eigenen Online-Shop.
Für die Bezahlung direkt über den Internet-Shop wurde Wirecard CEE engagiert. Die Integration von Zahlungsmittel wie Kreditkarten oder Sofort und sämtliche Transaktionen werden dabei über eine einzige zertifizierte Schnittstelle abgewickelt. „Unsere meisten Kunden sind Urlauber, die dann später online wieder bestellen und ohne den Online-Shop hätten sie erst beim nächsten Besuch oder gar nicht gekauft“, so Christoph Höfler, Geschäftsführer von Ölmühle Höfler und Heimat-Genussladen.

Durchgehend digitalisierte Wertschöpfungskette
„Neben einer möglichst durchgehend digitalisierten Wertschöpfungskette aus Sicht des Händlers, müssen auch die individuellen Vorlieben der Kunden einbezogen werden“, erläutert Robert Bueninck, General Manager der DACH Region beim Zahlungsdienstleister Klarna.
Der internationale Fashion-Shop NA-KD verwendet etwa für den finalen Kaufprozess (Checkout) eine von Klarna entwickelte Technologie, wo anstelle komplizierter Anmeldeinformationen und Kreditkartennummern nun die E-Mail-Adresse und Postleitzahl beim Bestellprozess hinterlegt werden - mit der Option die Ware erst bis zu 14 Tage später per Rechnung zu bezahlen.
Die in Skandinavien gestartete Zusammenarbeit wurde zuletzt auf weitere Länder in Zentraleuropa ausgeweitet. „Im heute extrem umkämpften Mode-Onlinehandel spielt reibungsloses und flexibles Bezahlen eine entscheidende Rolle und dafür ist Klarna einer unserer stärksten Partner“, sagt Jarno Vanhatapio, CEO von NA-KD.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 01.04.2019