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22. April 2019

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„Innovation beginnt abseits der Komfortzonen“

„Innovation beginnt abseits der Komfortzonen“© Kapsch_Martin_Hörmandin

Kapsch startet zweite Runde seines Open-Innovation-Programms. Kollaborationen mit nachhaltigem Einfluss auf die Mobilität der Zukunft im Fokus. Aktuelle Siegerprojekte aus Schweiz, Deutschland, USA und Arabische Emirate.

Im Rahmen der diesjährigen Runde des Factory1 Accelerator-Programms der Kaspch-Gruppe pichten zuletzt insgesamt 15 Start-Ups aus Europa, dem Nahen Osten, Nordamerika und Südafrika ihre Konzepte vor einer Experten-Jury. Insgesamt hatten sich knapp 200 Start-Ups aus der ganzen Welt für die Teilnahme an der diesjährigen Runde des Factory-Programms beworben. 


53 Mentoren aus 14 Ländern begleiten Programm
53 Mentoren aus 14 Ländern und unterschiedlichen Companies der Kapsch Group werden das Programm begleiten. Die gemeinsam mit den Jungunternehmern erarbeiteten Lösungen sollen die Grundlage für längerfristige Kollaborationen mit nachhaltigem Einfluss auf die Mobilität der Zukunft sein.
„Wir sind überzeugt, dass Innovation dort beginnt, wo bekannte Grenzen überschritten werden, wo Komfortzonen verlassen und bewährte Methoden neu definiert werden", erklärt Georg Kapsch, CEO der Kapsch Group. „Deshalb haben wir Kapsch Factory1 im Rahmen unserer Open-Innovation-Strategie initiiert und alle Ebenen von Kapsch unterstützen dieses Accelerator-Programm."

Vom Geschäftsmodell bis zur Projektfinanzierung
Das Accelerator-Programm beinhaltet etwa eine mehrmonatige Entwicklung eines Geschäftsmodells, Mentoring durch entsprechende Experten von Kapsch, eine eigenkapitalfreie Projektfinanzierung, die gemeinsame Weiterentwicklung der Prototypen zu Proof-of-Concept-Projekten sowie weitere Acceleration-Tage in Wien und den USA: 
„Wir suchen Start-Ups, die unsere Leidenschaft für innovative Technologien und unseren Willen zur Gestaltung der Zukunft der Mobilität teilen", so Marcus Handl, Head of Corporate Development & Innovation bei Kapsch. „Mit den erforderlichen Ressourcen und Technologien, dem Know-how unserer Mentoren und unserem internationalen Kundenstamm sind die ausgewählten Start-Ups in der Lage, erfolgreiche Proof-of-Concept-Projekte aufzubauen“, ergänzt Handl.

Die aktuellen Siegerprojekte
Das Projekte Aerostate aus den USA bietet Städten und Unternehmen Luftqualitätsanalysen und 4-tägige Wettervorhersagen nach Stadtteilen. Die Analysetools wandeln die Rohdaten der Prognose in realisierbare Ergebnisse für Apps oder IoT-Anwendungen um. Die Plattform soll Städten helfen, Entscheidungen zu treffen, die sich auf die Stadtökologie auswirken. Das Start-Up hat seinen Ursprung in Moskau (RUS) und wurde 2015 von Dmitri Solomentsev gegründet.

Optimierung von Fahrzeugflotten
Das Schweizer Start-Up Bestmile arbeitet an der Optimierung von öffentlichen und privaten Flotten bestehend aus autonomen Fahrzeugen und Fahrzeugen mit menschlichen Fahrern. Die Plattform hilft bei der Bereitstellung, Verwaltung und Optimierung von Flotten mit jedem Fahrzeugtyp für jede Art von Service. Zu den Kunden gehört etwa PostAuto, das größte Schweizer Busunternehmen.

Reduktion von Autounfällen mittels Künstlicher Intelligenz
Beim Projekt Derq aus den Arabischen Emiraten werden durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und vernetzter Fahrzeugtechnik Autounfälle antizipiert und reduziert bzw. verhindert. Das Start-Up hat seinen Sitz in Dubai und war ursprünglich ein Spin-off des MIT. Im Jahr 2017 ging Derq durch den renommierten Techstars-Accelerator.

Maschinelles Lernen
Exeon Analytics, ebenso aus der Schweiz, verwendet maschinelles Lernen, um Aktivitäten in einem Unternehmensnetzwerk zu analysieren und Malware-Infektionen und Datenschutzverletzungen zu identifizieren und zu untersuchen, die sich im regulären Netzwerkverkehr verstecken. Das soll den Kunden ermöglichen, die sogenannte Nadel im Heuhaufen zu finden und die gesammelten Logdaten in umsetzbare Sicherheitsinformationen umzuwandeln.

IoT-Datenbank mit weniger als 1 MB
Objectbox aus Deutschland wiederum hat eine Datenbank entwickelt, die speziell für kleine IoT- und mobile Geräte optimiert ist. Die Datenbank benötigt weniger als 1 MB Speicherplatz und ist laut Objectbox um ein Vielfaches schneller als Konkurrenzprodukte.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 05.03.2019