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03. Dezember 2022

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Digitale Innovation im unternehmerischen Alltag

Digitale Innovation im unternehmerischen Alltag© Pexels.com/Digital Bugga

Neue Programmline European Digital Innovation Hubs (EDIH) startet im Herbst. Österreichische Gewinner der Ausschreibung fixiert. Co-Finanzierung von BM für Digitalisierung und Wirtschaft über 8,4 Millionen Euro.

(red/czaak) Verbesserter Zugang zu technischem Fachwissen und Versuchslaboren sowie Beratung und Schulungen sind die zentralen Services der European Digital Innovation Hubs (EDIH). Im Rahmen des Digital Europe Programmes der Europäischen Kommission wurden nun für Österreich vier EDIH-Projekte ausgewählt, die in den nächsten Jahren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aber auch die öffentliche Verwaltung in ihrer digitalen Transformation begleiten und unterstützen sollen. 

Mit den vier Projekten InnovATE, Applied CPS, AI5production, Crowd in Motion soll nun auch eine gute geographische Abdeckung gewährleistet sein. Angesprochen sind Zielgruppen aus den Sektoren Agrar- und Ernährungswirtschaft, Produktion, Energie, Mobilität sowie Tourismus und Sport – und die sollen von den EDIHs profitieren und den Einsatz von innovativen Technologien beschleunigen. Im Fokus stehen umfangreiche Angebote und Services, die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähiger gestalten sollen.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
„Um die nationale sowie die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, ist die Integration digitaler Innovation im Unternehmensalltag ein zentrales Element. Mit den European Digital Innovation Hubs werden konkrete Anlaufstellen geschaffen, die mit ihrer Expertise den digitalen Wandel von Wirtschaft und Verwaltung unterstützen und vorantreiben“, sagt Martin Kocher, Wirtschaftsminister. Der nationale Begleitprozess zur Auswahl der EDIH wurde durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG organisiert.
  
„Europäische Digitale Innovationszentren erleichtern den Zugang zu digitalen Technologien und spezifischer Expertise für alle Unternehmen, primär auch KMU. Aktuelle Themen wie künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Hochleistungsrechner und die Nutzung durch Wirtschaft und öffentliche Verwaltung sind standortpolitische Zukunftsfelder in die wir investieren müssen“, unterstreicht Florian Tursky, designierter Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation.

Erfolgreiche Digitalisierung auch im europäischen Austausch
„Erfolgreiche Digitalisierung muss auch im europäischen Austausch passieren, mit den vier EDIHs erhalten österreichische KMU nun einen einfachen europaweiten Zugang zu exzellenten Services“, ergänzt Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Nach der kompetitiven Ausschreibung unterstützt die FFG die EDIHs nun auch bei den Vertragsvorbereitungen als nächste Etappe.

Das neue umfangreiche Netzwerk von 136 European Digital Innovation Hubs bietet heimischen KMU und der österreichischen Verwaltung auch Zugang zu einem breiten Spektrum an ergänzenden Serviceleistungen. Die Fördermittel stammen zu 50 Prozent aus nationaler Finanzierung durch das Wirtschaftsministerium und zu 50 Prozent aus dem Digital Europe Programm der Europäischen Kommission. Die Abwicklung der nationalen Fördergelder erfolgt durch die FFG.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 21.06.2022