Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

17. Februar 2020

Search form

Search form

„Die Unternehmen haben großen Innovationsdruck“

Video: 

Peter Lenz, Managing Director T-Systems Österreich und Schweiz, im Gespräch über den neuen Verantwortungsbereich Schweiz und Innovationen im Bereich Industrie, Verkehr und Gesundheit.

Economy: Peter Lenz, neuer Managing Director von T-Systems Österreich und nun auch der Schweiz. Wir befinden uns hier im neuen Innovation Experience Raum bei T-Systems in Wien. Konnten Sie sich schon einen Überblick verschaffen den neuen Markt betreffend?

Lenz: Ja. Wir haben ein ähnliches Marktportfolio, sowohl kunden- als auch angebotsseitig. T-Systems Österreich und Schweiz haben ungefähr die gleiche Mitarbeiteranzahl wie auch Umsatz und betreuen auch ein ähnliches Kundenportfolio.

Economy: Wie sehen Sie generell die aktuelle Innovationsbereitschaft der Unternehmen?

Lenz: Es tut sich sehr, sehr viel. Wir haben letztes Jahr ein Auftragseingangsvolumen gehabt, das selbst unsere eigenen kühnsten Pläne bei weitem übertroffen hat. Es wird im Bereich dieser Digitalisierungsthemen ganz viel nachgefragt.
Ich spüre einen großen Innovationsdruck bei den Unternehmen. Diese beauftragen uns mit vielen Themen und wir helfen ihnen sozusagen ihren digitalen Pfad zu finden.

Economy: Ein Schwerpunkt bei Digitalisierung sind die Themen IoT und Automatisierung. Welche Erfahrungswerte und etwaige Referenzen gibt es hier?

Lenz: Eine Referenz ist beispielsweise die Magna Steyr, wo wir an einer IoT-Lösung im Bereich Zustandserkennung von Maschinen arbeiten…

Economy: … noch andere technologische Bereiche?

Lenz: Ja, etwa ein großer österreichischer Kunde im Plattform-Wettgeschäft. Oder, der Ausbau des Kundenmanagements bei Austria Micro-Systems (AMS).
Dann haben wir die Prinzhorn AG, die wir umfassend in der Bereitstellung von IT-Lösungen betreuen und das inkludiert auch den Bereich Security-Operations.

Economy: Thema Verkehr. T-Systems hat hier sowohl in Deutschland wie auch in Österreich Expertise im Bereich Verkehrs- bzw. Mobility-Lösungen. Was gibt es hier zu berichten?

Lenz: Wenn es um das Thema des freien Parkplatzes geht, dann gehen wir weg von der stationären Sensorik hin zur Nutzung der Daten, die eigentlich die fahrenden Automobile zurück liefern.
Und da wird es interessant, Stichwort Sharing: Wir brauchen die VW, die BMW und Mercedes dieser Welt, die hier dann ihre Daten in ein zentrales System liefern und dann dem Kunden ein Parkplatz-Erlebnis offerieren, das sich aber aus allen Daten speist.
Hier gilt es schon noch den einen oder anderen Schritt zu tun.

Economy: Thema Gesundheit. T-Systems hat hier eigene Krankenhaus-Informationssysteme (KIS). Gesundheit ist ein ganz wichtiges gesellschaftspolitisches Thema. Welche neuen Entwicklungen sind hier erwähnenswert?

Lenz: Wir haben das auch im neuen Regierungsprogramm gesehen. E-Health-Anwendungen stehen ganz oben auf der Agenda der neuen Bundesregierung.
Wir werden hier natürlich als T-Systems mit unseren breit aufgestellten elektronischen Möglichkeiten im Gesundheitsbereich unseren Beitrag leisten.
Wir sehen aber auch, dass noch viele manuelle, papierbasierte Prozesse in REHA-Einrichtungen, in Krankenhäusern automatisiert und digitalisiert werden um a) effizienter zu werden, aber auch b) sicherer zu werden – nämlich in der zielsicheren Anwendung für den Patienten.
Also all diese Themen, genauso wie der Elektronische Patientenakt (Anm. ELGA), der gespeist wird aus allen möglichen Anwendungsfällen für den Patienten, sollen dazu dienen die bestmögliche Versorgung für die PatientInnen sicherzustellen.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 10.02.2020