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02. Juli 2022

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Die digitale Vermessung des Waldes

Die digitale Vermessung des Waldes© Pexels.com/Mali Maeder

3D-Laserscanner und eine Spezialsoftware zur Datennutzung für die Waldinventur im Schaufenster der Wirtschaftsagentur ecoplus für erfolgreiche Digitalprojekte aus Niederösterreich.

(NOe-WP/red) Wie groß sind die Holzmengen in meinem Wald, wie entwickelt sich die Mengenzunahme zeitlich oder welche Schlägerungen sind ohne Schäden möglich? Auf die Beantwortung derartiger Fragen hat sich das Unternehmen Umweltdata aus dem niederösterreichischen Tullnerbach spezialisiert. Der auf innovative Technologien und Software spezialisierte Betrieb kann mittels 3D-Laserscanner Baumstämme in einem Areal exakt vermessen und aus den Daten etwa eine regelmäßige Inventur der Waldräume erstellen, so ein Bericht des niederösterreichischen Wirtschaftspressedienstes.

3D-Scanner mit Stativ und aus dem Rucksack
„Im ersten Schritt werden einzelne sogenannte Punktwolken von bestimmten Stellen des Waldes zu einem großen Bild zusammengeführt“, erklärt Günther Bronner, Geschäftsführer von Umweltdata. „Aus dieser Punktwolke identifiziert dann eine von uns entwickelte Software zylindrische Strukturen als die Baumstämme des Waldes“, so Bronner. Die Daten werden gespeichert, um etwa bei einer erneuten Waldinventur als Vergleichsbasis zu dienen. Als Nächstes will das Unternehmen einen Rucksack-Scanner entwickeln, damit „soll die Vermessung bequemer sein als mit einem Stativ“.

Schaufenster Netzwerk Haus der Digitalisierung
Die 1988 gegründete Umweltdata GmbH leistet wesentliche Beiträge zur Digitalisierung der Forstwirtschaft, im Speziellen in der digitalen Bestandaufnahme der Waldbestände sowie im Monitoring der Biodiversität und des Kohlenstoffs. „Der Wald als 3D-Punktwolke“ ist auch ein Projekt vom virtuellen Haus der Digitalisierung der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus. Im Rahmen der Aktion „Schaufenster Netzwerk Haus der Digitalisierung“ wird einmal pro Monat ein erfolgreiches Digitalisierungsprojekt aus Niederösterreich vorgestellt.

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Wirtschaftspressedienst Niederösterreich/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 03.03.2022