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29. October 2020

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Betriebliche Digitalisierung auf der Überholspur

Betriebliche Digitalisierung auf der Überholspur© Pexels.com/Tom Fisk

Bundesregierung startet über Digitalministerium neue Förderlinie „Fast Track Digital“. Vier Millionen Euro aus der Nationalstiftung sollen neue digitale Lösungen auf Märkte bringen. Besonders hohe Förderungen für Kleine Unternehmen (KU).

(red/czaak) Die Digitalisierung hat aktuell ihre große Bewährungsprobe und das gilt für die Aufrechterhaltung des Wirtschaftskreislaufs wie für ein unternehmerisches Gegensteuern aus dem Krisenmodus heraus. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaft untermauert diese standortpolitische Bedeutung nun mit einem weiteren neuen Förderprogramm namens „Fast Track Digital“ um digitale Lösungen auf die Märkte zu bringen.

Große Herausforderungen für Betriebe
Ausgestattet mit vier Millionen Euro aus der Nationalstiftung soll die über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelte Programmlinie etwa nachhaltige Innovationen für energie- und ressourcenschonende Anwendungen im Bereich umweltschonender Landwirtschaft (zB. Satellitennavigation) oder die Verbesserung der Energieeffizienz von Elektroniksystemen (zB. Solar- und Windkraftanlagen) unterstützen.

„Die Corona-Pandemie zeigt uns die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Digitalisierung sehr deutlich und stellt gerade auch Unternehmen vor große Herausforderungen. Wir öffnen nun sozusagen eine Schnellspur für die Betriebe, damit sie ihre digitalen Lösungen rasch auf den Markt bringen können“, so Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaft.

Hohe Förderungen besonders für Kleine Unternehmen (KU)
Die Projekte im Rahmen von „Fast Track Digital“ müssen einen Bezug zu ethischen und/oder nachhaltigen Aspekten der Digitalisierung aufweisen. Beispiele für nachhaltige Innovationen für energie- und ressourcenschonende Lösungen sind etwa die Förderung effizienter und umweltschonender Landwirtschaft mittels Satellitennavigation oder die Verbesserung der Energieeffizienz von Elektroniksystemen etwa bei Solar- und Windkraftanlagen.
 
„Fast Track Digital“ adressiert insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Projekte können von Konsortien mit mindestens zwei Unternehmen eingereicht werden, davon muss eines jedenfalls ein KMU sein. Für kleine Unternehmen (KU) gilt eine Förderungsquote von 60 Prozent, für mittlere Unternehmen (MU) 50 Prozent und für große Unternehmen (GU) 35 Prozent. Die kooperativen Projekte werden jeweils mit bis zu 450.000 Euro für zwei Jahre gefördert. Einreichungen ab sofort und bis 18. März 2021 bei der FFG.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 15.10.2020