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18. Juni 2019

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Mit dem Auto über Bus und Bahn zum Flieger und retour

Mit dem Auto über Bus und Bahn zum Flieger und retour© Bilderbox.com

Mobilität. Die Menschen werden zunehmend mobiler und damit verändert sich der Anspruch an moderne Verkehrsinfrastrukturen. Unterschiedliche Reisedienste werden immer öfter individuell verknüpft, müssen aber immer noch getrennt abgerechnet werden.

(Christian Czaak) Ein zunehmend alltagstaugliches und zukunftsweisendes Segment für private wie öffentliche Verkehrsdienste ist die Elektro-Mobilität. Die Vielfalt der Modelle und Reichweiten der Elektroautos steigen, die Anschaffungskosten sinken und dazu kommen geringe Verbrauchskosten. Parallel wird am Aufbau eines flächendeckenden Netzes für Stromtankstellen gearbeitet. Der österreichische E-Infrastrukturanbieter Enio prognostiziert bis 2030 für Europa einen Bedarf von über vier Millionen neuen Ladestellen.

Wirelane und Wirecard
Das Unternehmen Wirelane ist Anbieter von Soft- und Hardware zur Steuerung und Verwaltung von privaten wie öffentlichen Ladestationen. Rund 6.000 Ladepunkte nutzen diese Software-Anwendung für alle nach gelagerten Abrechnungsvorgänge und in Summe erlaubt die Wirelane-App Zugriff auf europaweit 60.000 Ladestellen. Aktuell wurde nun das Fintech Wirecard mit der Entwicklung eines Moduls für kontaktloses Bezahlen ohne aufwändige Registrierungsprozesse beauftragt.

Der Endkunde initiiert und bezahlt dabei den Ladevorgang mit einem sogenannten „Tab“ mittels NFC-fähiger Kreditkarte (Near-Field-Communications) oder über Smartphone-Wallets wie Google- oder Apple-Pay. „Unseren Businesspartnern ermöglichen wir bereits in ganz Europa die Verwaltung der eigenen E-Ladeinfrastruktur und zusammen mit Wirecard soll nun auch den Endkunden die Nutzung von Ladepunkten erleichtert werden“, so Constantin Schwaab, Geschäftsführer von Wirelane.

Hindernisse bei Reisebuchungen
Ein anderes Segment mit hohen Zuwachsraten bei Internetbuchungen ist die Tourismusbranche. Einzelne Hotels oder übergreifende Buchungsplattformen bieten verschiedenste Anbote zur Reiseplanung. Das Institut Censuswide hat im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Klarna die Reisegewohnheiten verschiedener Zielgruppen in einer repräsentativen Studie (Sample 1.004 befragte Personen) analysiert und hier auch die Entscheidungskriterien junger Menschen untersucht.

Neben Themen wie Aufenthalt, Verpflegung oder bevorzugte Verkehrsmittel zu An- und Abreise, wurde dabei auch der grundsätzliche Einfluss der Reisekosten auf die Urlaubsplanung ermittelt. Das Studienergebnis zeigt, dass Gesamtkosten und Zahlungsparameter die größten Hindernisse bei Reisebuchungen darstellen. Rund zwanzig Prozent geben an, dass sie kürzere Aufenthalte buchen, um hohe Kosten zu vermeiden oder dann am Urlaubsort Abstriche machen. Für nahezu dreißig Prozent sind sofort zu leistende Vorauszahlungen Grund einen Urlaub gar nicht zu buchen.

Das führt dann auch zu weniger Urlauben mit Familie, wo ein Viertel die Kostengründe anführen. Gefragt nach Auswegen, würde jede/r Fünfte die Reisekosten gerne ratenweise bezahlen und dafür am Urlaubsort mehr ausgeben können und ein Drittel würde dann sogar einen weiteren Urlaub buchen. „Die bei der Online-Buchung verfügbaren Zahlungsoptionen haben großen Einfluss auf den Umfang der Reise. Zwanzig Prozent der jungen Menschen suchen hier nach Optionen für eine Ratenzahlung und mit entsprechenden Anboten können die Reiseveranstalter diese Zielgruppe gezielt ansprechen“, sagt Robert Bueninck von Klarna.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 24.05.2019