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17. November 2018

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Kaufkraft als aussagekräftiger Standortfaktor

Kaufkraft als aussagekräftiger Standortfaktor© Bilderbox.com

Neben Lebensqualität oder Beschäftsigungs- und Wirtschaftswachstum zählt die Kaufkraft der Einwohner zu den relevanten Parametern eines Standortes. In der neuen RegioData-Studie für 2017 belegt hier Niederösterreich den ersten Platz, vor Salzburg und Vorarlberg.

Mit einer durchschnittlichen Kaufkraft je Einwohner von 22.554 Euro nimmt Niederösterreich im Bundesländer-Vergleich die Spitzenposition ein. Österreichs größtes Bundesland liegt damit um über 3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (21.812 Euro). Die Plätze zwei und drei belegen Salzburg (22.534 Euro) und Vorarlberg (22.227 Euro), Platz neun geht an Kärnten (20.505 Euro).
Nominell hat die Kaufkraft in Niederösterreich gegenüber 2016 um 3,5 Prozent zugelegt. Zuwächse verzeichnet dabei vor allem das Wiener Umland. Die Tendenz, dass immer mehr einkommensstarke Schichten aus der Bundeshauptstadt in den „Speckgürtel“ abwandern, schlage sich dort in entsprechendem Kaufkraftzuwachs nieder, so die Marktforscher.

Von Mödling über Tulln und St. Pölten bis zu Zwettl
Kaufkraftstärkstes Gebiet in Niederösterreich ist der Bezirk Mödling, wo die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf und Jahr 28.131 Euro beträgt. Stark dazu gewonnen haben zudem die Bezirke Tulln, Bruck/Leitha, Mistelbach, St. Pölten (Stadt/Land) sowie Baden. Am anderen Ende der Skala liegt der Bezirk Zwettl im Waldviertel mit 18.178 Euro.
Die durchschnittliche nominelle Kaufkraft umfasst alle Einkünfte aus unselbständiger Arbeit, selbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung sowie aus den Transferzahlungen wie Pensionen, Familienbeihilfen oder Arbeitslosengeld, abzüglich Steuern und Versicherungsabgaben. (NOe-Wirtschaftspressedienst/red/cc)

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 20.04.2018