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29. October 2020

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Die unerwünschten Fotos im Internet

Die unerwünschten Fotos im Internet© Pexels.com/picjumbo.com

Internet Ombudsstelle startet neue Initiative zum Thema Bilder im Internet. Mit Unterstützung der Arbeiterkammer beantwortet Plattform „Mein Bild im Netz“ wichtige Fragen rund um Themen Bildveröffentlichungen und Persönlichkeitsrechte.

(red/mich) Facebook, YouTube, Instagram, Snapchat oder klassische (und weniger klassische) Nachrichtenseiten. Die neuen virtuellen Welten wären ohne Bilder und Filmsequenzen undenkbar. Milliarden von Fotos und Videos kursieren im Netz, das aber nicht immer mit der Zustimmung der abgebildeten Personen. „Die Veröffentlichung von Fotos ohne Zustimmung der abgebildeten Person kann nicht nur unangenehm sein, sie kann auch rechtliche Konsequenzen haben“, sagt Karl Gladt, Projektleiter der Internet Ombudsstelle.

Die Chefin und peinliche Party-Fotos
Aber auch wer Fotos und Videos von sich selbst postet, sollte überlegt handeln. Das Internet vergisst nicht - was einmal online ist, kann auf unerwünschte Weise weiter geteilt bzw. kopiert werden. Und wer vermeiden möchte, dass die Chefin peinliche Party-Fotos sieht oder gar intime Abbildungen plötzlich eine internette Runde machen, sollte „sich besser informieren, bevor er Selfies & Co. mit anderen teilt“, so die Internetombudsstelle in einer Aussendung.

Die neue Website meinbildimnetz.at (Anm. siehe Link) soll nun alle wichtigen Informationen zu diesem Thema bieten. Wie Fotos gelöscht werden können oder wann Bilder einer anderen Person überhaupt verwendet werden dürfen: häufige Fragen und Probleme rund um Bilder im Netz sollen hier einfach und verständlich erklärt werden.

Experten der Arbeiterkammer unterstützen zusätzlich und kostenlos
„Wenn man selbst von der Veröffentlichung unerwünschter Bilder im Netz betroffen ist, sollte man Websitebetreiber zur Löschung der Bilder auffordern, Fotos und Bilder auf sozialen Netzwerken melden, Beweise durch Screenshots sichern – und die Internet Ombudsstelle kontaktieren“, so das Team der Internet-Ombudsstelle.

Über Unterstützung der Arbeiterkammer stehen zusätzlich zur Webseite auch Experten für begleitende Auskünfte zur Verfügung und diese helfen auch bei der Entfernung unerwünschter Bilder. „Wir alle bewegen uns ständig in der virtuellen Welt und dabei entstehen oftmals Fragen und Probleme. Auch der Umgang mit Fotos im Internet sorgt immer wieder für Unsicherheiten und Ärger“, so Michael Dunkl, Konsumentenberater der AK Niederösterreich.

Über „Mein Bild im Netz“
„Mein Bild im Netz“ ist ein Service der Internet Ombudsstelle, das im Rahmen des AK-Zukunftsprogramms ermöglicht und gefördert wird. Die Internet Ombudsstelle wurde vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) entwickelt und vom BM für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie von der Bundesarbeitskammer unterstützt. Außergerichtliche Streitschlichtung und Bearbeitung von Anfragen durch die Internet Ombudsstelle ist für alle beteiligten Parteien kostenlos.

Links

red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 15.10.2020