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20. Juli 2019

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Die Bewegungen der Welt

Die Bewegungen der Welt© LK_NOe-Landesausstellung

„Welt in Bewegung. Stadt. Geschichte. Mobilität“ als Titel und Thema der soeben in Wiener Neustadt eröffneten NOe-Landesausstellung 2019.

(red/mich) Die beiden Haupt-Ausstellungsstandorte der Niederösterreichischen Landesausstellung 2019 sind die Kasematten sowie St. Peter an der Sperr. Der Ausstellungsstandort Kasematten als ehemalige Stadtbefestigung macht etwa mit multimedialen Projektionen und historischen Bauelementen das Wachsen der Stadtmauern eindrucksvoll sichtbar. Dabei führen kuriose Geschichten und faszinierende Objekte in eine begehbare Welt der Regionen rund um Wiener Neustadt. Vom beschwerlichen Unterwegs-Sein in der Vormoderne über die Veränderungen durch die Motorisierung bis hin zur Mobilität der Zukunft erzählen Animationen, Installationen, Filme und Objektinszenierungen.
Der Ausstellungsstandort St. Peter an der Sperr wiederum ist ein ehemaliges Dominikanerinnen-Kloster. Hier wird die Geschichte Wiener Neustadts und seiner Menschen in Beziehung zur Welt gesetzt. Das Wirken von Kaiser Friedrich III. und Maximilian I. rückt dabei ebenso ins Zentrum wie Matthias Corvinus und Ungarn. Besonders die Handelsbeziehungen im industriellen Zentrum der Monarchie werden beleuchtet. Eine Rauminstallation im Kirchenschiff von St. Peter an der Sperr lässt ausgewählte Menschen aus Wiener Neustadt und der Region erzählen.

Bedeutende Rolle in der Niederösterreichischen Standortpolitik
„Der heutige Eröffnungstag ist mit sehr viel Emotion verbunden, weil wir alle die bewegte Geschichte dieser Stadt kennen“, sagte Johanna Mikl-Leitner, Landeschefin von Niederösterreich in ihrer Festrede. „Eine Stadt, die nach dem 2. Weltkrieg in Schutt und Asche lag. Eine Stadt, die heute ein pulsierendes und vielfältiges Zentrum einer starken Region ist. Die verbindende Klammer zwischen dieser großen Vergangenheit und der großen Zukunft sind Bewegung und Mobilität. Und genau darum soll es auch gehen bei unserer Landesausstellung“, so Mikl-Leitner weiter.
Das Land NOe hat im Zusammenhang mit der Landesausstellung rund 33 Millionen Euro in Stadt und Region investiert und dabei auch die Zeit nach der Ausstellung mitbedacht. Kasematten wird dann zu einem Veranstaltungszentrum und in St. Peter an der Sperr wird wieder das Stadtmuseum untergebracht. Der Region Wiener Neustadt kommt in der NOe-Standortpolitik eine bedeutende Rolle zu. Hier entstand u.a. der erste Wirtschaftspark (Anm. EcoPlus) und die erste Fachhochschule Österreichs bis hin zur Etablierung des Med Austron als auch international beachteter Forschungsstandort mit Schwerpunkt Strahlen- und Krebstherapie.
Ganz aktuell wurden nun weitere Mittel in Höhe von 535 Millionen Euro in das neue Landesklinikum beschlossen, laut Klaus Schneeberger, Stadtchef von Wiener Neustadt, „das größte Investitionsprojekt in der 2. Republik in Niederösterreich nach unserer Landeshauptstadt.“ Die Landesausstellung läuft bis 10. November dieses Jahres und ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (Anm. Einlass bis 17 Uhr). Gäste beim Festakt im Rahmen der Eröffnung waren u.a. Altlandeshauptmann Erwin Pröll, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Vesna Cvjetkovis, Botschafterin Kroatiens oder Petra Bohuslav, Wirtschaftslandesrätin Niederösterreich.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 04.04.2019