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15. Dezember 2017

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Aluminiumsalze in Deos beinhalten mögliche Gesundheitsgefährdung

Aluminiumsalze in Deos beinhalten mögliche Gesundheitsgefährdung© Bilderbox.com

Eine Studie aus Innsbruck, zeigt, dass sehr häufige Verwendung von Deos mit Aluminiumsalzen die Gefahr von Krebserkrankungen erhöhen könnte.

Eine epidemiologische Untersuchung, die an der Medizinischen Universität Innsbruck durchgeführt wurde, legt die Vermutung nahe, dass Frauen, die als junge Erwachsene mehrmals täglich Deodorants mit Aluminiumsalz verwenden, später ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben. Hanno Ulmer, Direktor der Sektion für Medizinische Statistik und Informatik der Medizinischen Universität Innsbruck kommentiert die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift „EBioMedicine“ veröffentlicht wurden, folgendermaßen: „Viele Frauen sind sehr besorgt, ob die Verwendung von Deodorants mit Aluminiumsalzen ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen könnte. Wir wollten weitere Erkenntnisse dazu gewinnen und haben 209 Patientinnen mit Brustkrebs und eine gleich große, Kontrollgruppe von Frauen in demselben Alter ohne Krebserkrankung befragt.“

Gewebeproben untersucht
Außerdem wurden im Rahmen der Studie auch Gewebeproben aus der Brust auf ihre Aluminiumkonzentration untersucht. Die Auswertung der Daten zeigte schließlich, dass vor allem Frauen, die in ihrer Jugend sehr häufig Deos mit Aluminiumsalzen genutzt haben, statistisch signifikant öfter an Brustkrebs erkranken als Frauen ohne eine solche Vorgeschichte. Von einem endgültigen Beweis für die Schädlichkeit von Aluminiumsalzen lasse sich aber noch nicht sprechen, betont die an der Studie beteiligte Gynäkologin Nicole Concin. „Weitere Untersuchungen sind unbedingt erforderlich. Unserer Ergebnisse basieren auf reinen statistischen Korrelationsanalysen und es wurde kein ursächlicher Zusammenhang untersucht.“

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 18.07.2017