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25. November 2017

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EU-Marktzulassung für Krebsmedikament von APEIRON-Biologics

EU-Marktzulassung für Krebsmedikament von APEIRON-Biologics © Bilderbox.com

Das Österreichische Biotech-Unternehmen APEIRON feiert mit Marktzulassung seines Krebsmedikaments einen großen Erfolg.

Die APEIRON-Biologics AG hat von der Europäischen Kommission die Marktzulassung für ein Biotech-Krebsmedikament erhalten und ist damit eines von wenigen Biotech-Unternehmen in Europa, denen das in den letzten 10 Jahren gelungen ist.
Das Medikament Dinutuximab beta Apeiron verbessert die Überlebens- und Heilungschancen bei der schweren, frühkindlichen Krebserkrankung Neuroblastom. Der biologische Wirkstoff, ein Antikörper, zeigt sowohl in frühen als auch fortgeschrittenen Stadien der aggressiven Erkrankung klinisch relevante Wirkung (economy berichtete).

Überaus kapitalintensiv
"Apeiron ist vermutlich das einzige europäische Biotech-Unternehmen, dem ein derart herausragender Erfolg mit ausschließlich privater Finanzierung gelungen ist. Biotech-Entwicklung ist besonders kapitalintensiv. Die benötigte zweistellige Millionenhöhe an Kapital von privaten Investoren in Österreich zu finden, setzt eine hohe Glaubwürdigkeit aller beteiligten Personen voraus", sagt Aufsichtsratsvorsitzender und Lead-Investor Manfred Reichl.
Neuroblastom ist eine seltene Krebserkrankung, die aber für bis zu 10 Prozent der soliden Tumoren im Kindesalter verantwortlich ist und jedes Jahr rund 1.200 Kinder in der EU und den USA betrifft. Die Entwicklung des Medikaments in Europa ist auf eine Initiative von Prof. Ruth Ladenstein (St. Anna Kinderspital Kinderkrebsforschung) zurückzuführen (economy berichtete).
Der Antikörper Dinutuximab beta Apeiron verlängert laut Aussendung signifikant das rückfallsfreie und Gesamtüberleben von Kindern mit Hochrisiko-Neuroblastom, mit einem günstigeren Nebenwirkungsprofil als andere Antikörper-basierende Immuntherapien des Neuroblastoms. Apeiron wurde 2003 von Josef Penninger gegründet, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Molekulare Biotechnologie Austria (IMBA) und Aufsichtsrat von Apeiron.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.05.2017