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11. Dezember 2019

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Die menschliche Identität in der virtuellen Welt

Die menschliche Identität in der virtuellen Welt© Bilderbox.com

Ein digitaler Identitätsausweis für Führerscheinkontrollen und Grenzübertritte könnte bald Alltag sein. Wie sich ein „virtuelles Ich“ sicher umsetzen lässt und zukünftige digitale Identitäten erörtert der ehemalige Google-Manager René Mayrhofer am heutigen 12. November an der Akademie der Wissenschaften.

(red/czaak) Im analogen Leben bestätigt etwa ein Personalausweis die jeweilige Identität. Im Internet braucht es eine große Menge an IDs und Passwörtern, um sich auf den diversen elektronischen Medien und Geräten einzuloggen. In naher Zukunft könnten diese Identitäten und Authentifizierungen einheitlich funktionieren.

Über Smartphone oder sogenannte Clouds ist die Ausweisung mit „nur“ einer einzigen digitalen Identität möglich, in virtuellen wie in physischen „Welten“. Als Ersatz für sämtliche Ausweise und Log-Ins soll es damit dann etwa möglich sein, Staatsgrenzen zu überschreiten, das erforderliche Alter beim Kinobesuch nachzuweisen, Eingänge zu öffnen oder auch seine Stimme bei einer politischen Wahl abzugeben.

Demokratiepolitische Risiken
Das Internet bringt für den Umgang mit der eigenen Identität aber auch Risiken. René Mayrhofer, Professor für Netzwerke und Sicherheit an der Johannes Kepler Universität Linz, wird bei seinem Vortrag „Aktuelle Entwicklungen zu digitalen Identitäten“ im Rahmen seiner Vorlesungen am 12. November 2019 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften über die Möglichkeiten und Grenzen des digitalen Ichs sprechen.

„Wenn wir eine zentrale Datenbank mit allen nötigen Informationen haben, ist das natürlich ein Problem für den Datenschutz und die Privatsphäre. In Indien und China kann man derzeit sehen, dass der Aufbau solcher Datensammlungen demokratiepolitisch bedenklich ist. Wir sehen als Wissenschaftler, wohin die Reise geht, aber wir kennen auch die Risiken“, sagt Mayrhofer.

Globaler Android-Sicherheitschef
René Mayrhofer leitet seit 2014 das angeführte Uni-Institut in Linz. Als ehemaliger Android-Sicherheitschef war der Informatiker bei Google für die Absicherung dieses globalen Smartphone-Systems zuständig. Sein aktuelles Forschungsgebiet betrifft die Bereiche Sicherheit und Privatsphäre an der Schnittstelle zu Netzwerkkommunikation, mobilen Systemen und maschinellem Lernen. Ein zentraler Fokus betrifft dabei das Thema digitale Identitäten.

René Mayrhofer: „Aktuelle Entwicklungen zu digitalen Identitäten“ am Dienstag, den 12.11.2019 um 18.00 Uhr im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2 in 1010 Wien.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 11.11.2019