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25. September 2018

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Biodiversität verbindet Wissenschaft und Gesellschaft

Biodiversität verbindet Wissenschaft und Gesellschaft© Donau Uni Krems

Donau-Universität Krems (DUK) startet Projekt im Bereich Biodiversität als Basis für neues Netzwerk aus Forschung, Wirtschaft und Institutionen. Verstärkter Wissenstransfer und neues Datenzentrum als erste operative Schwerpunkte.

Der am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement an der DUK angesiedelte neue Biodiversitäts-Hub dient ab sofort als zentrale Koordinationsstelle zum Aufbau eines fundierten Biodiversitäts-Netzwerkes mit Stakeholdern aus Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und dem NGO-Bereich. Bei der aktuellen Kick-off-Veranstaltung wurde zudem der erste operative Schwerpunkt in Form eines Datenzentrums für Biodiversitätsdaten vorgestellt.
Über den Biodiversitäts-Hub agiert die Donau-Universität Krems künftig als Koordinationsstelle eines österreichweiten Netzwerkes zu diesem wichtigen Querschnittsthema. „Ziel ist insbesondere, die bestehenden Institutionen und Expertisen stärker zu vernetzen“, so Andrea Höltl, Projektleiterin. „Dabei binden wir Wissenschafter ein, aber insbesondere auch Stakeholder aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft, um einen transdisziplinären Wissensaustausch zu ermöglichen.“ Darüber hinaus sollen Ergebnisse von Forschungen im Bereich Biodiversität verstärkt sichtbar und verfügbar gemacht werden.
Wichtig sei es auch, über eine eigene Datenbank die verschiedenen Expertisen darzustellen und damit soll auch sichtbar werden, wo es weiteren Forschungsbedarf gibt. Der vom Land Niederösterreich geförderte Biodiversitäts-Hub dient als Initiator und Katalysator, um die Ziele des Themenfelds „Ökosysteme und Ökosystemdienstleistungen“ des niederösterreichischen FTI-Programmes umzusetzen. „Insgesamt geht es darum, die Biodiversität in Österreich zu stärken und deren Wert in unserem Bewusstsein zu verankern, um nachhaltige Nutzungsformen von Ökosystemen und deren Dienstleistungen zu gewährleisten“, erläutert Gerald Steiner, Leiter des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement an der Donau-Uni.

Biodiversitäts-Daten begreifbar machen
Im Rahmen des Projektes wird auch ein zentrales Datenmanagement – die Biodiversitätsdatenbank – aufgebaut. Ziel ist es, themenspezifische Daten aus verschiedenen Quellen an einem zentralen Ort zu bündeln und dadurch für viele verschiedene Nutzergruppen zugänglich zu machen. In einem ersten Schritt wird der inhaltliche Fokus auf Niederösterreich und Wien liegen.
Inkludiert werden etwa Daten zum Vorkommen von Arten, Habitaten und Landnutzungsformen sowie auch deren Gefährdungs- und Schutzstatus. Den Nutzern soll es über dieses Datenzentrum möglich sein, verschiedenste Fragen zur Biodiversität zu beantworten, wie zum Beispiel: Welche Fische kommen im Fluss, der durch meine Stadt fließt, vor? Wie hat sich das über die Jahre verändert?, oder: Welche invasiven Arten wie z.B. die Robinie gibt es in meinem Bezirk?
Am Kick-off-Meeting nahmen zentrale Akteure des Bereichs Biodiversität teil, unter anderem von der Wiener BOKU, Uni Wien, der Veterinärmedizinischen Universität und von Forschungseinrichtungen wie dem BFW, der Österreichischen Vogelwarte oder dem WasserCluster Lunz sowie von wichtigen Sammlungen wie dem Naturhistorischen Museum und dem Haus der Natur NÖ. Neben Institutionen wie Naturschutzamt des Landes NOe, Agrarbehörde NOe oder Umweltbundesamt, brachten sich auch Initiativen wie ABOL, Birdlife, eNu, die Österreichische Mykologische Gesellschaft und WWF sowie das Schutzgebiet Nationalpark Thayatal und der Biosphärenpark Wienerwald ein.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 08.03.2018