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03. Dezember 2022

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Bakterien und Unendlichkeiten

Bakterien und Unendlichkeiten© Pexels.com/Edward Jenner

Neue Auszeichnungen für TU Wien. Mathematikerin Sandra Müller und Biotechnologe Stefan Pflügl von TU Wien erhalten begehrte START-Preise des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF.

(red/mich) An der TU Wien wurden soeben zwei unterschiedliche Forschungsprojekte mit den renommierten Start-Preisen des FWF ausgezeichnet. Sandra Müller, Mathematikerin, erhält den Preis für ihre Forschungen im Bereich der Mengenlehre als Teilgebiet der mathematischen Logik. Sie beschäftigt sich mit verschieden großen Unendlichkeiten und Fragestellungen an den Grenzen der mathematischen Beweisbarkeit. Ein Fokus liegt auf den sogenannten Woodin-Zahlen (Anm. Determinierung und Regularität projektiver Teilmengen)

Stefan Pflügl, Biotechnologe, forscht an Bakterien, um schon im Labor auf extrem energieeffiziente Weise wertvolle Rohstoffe zu produzieren. Ein Fokus liegt auf den sogenannten A. woodii-Bakterien, eine anaerob, fern von Sauerstoff lebende Mikrobe. Der mit bis zu 1,2 Mio. Euro dotierte Start-Preis gilt als die wichtigste österreichische Auszeichnung für junge WissenschaftlerInnen und soll beim Aufbau eigener Forschungsgruppe auf internationalem Spitzenniveau unterstützen.

Diskrete Mathematik und nachhaltige biologische Prozesse
Sandra Müller schloss ihr Doktorat im Jahr 2016 an der Uni Münster ab. Bis 2021 war sie Postdoc, Uniassistentin und L’Oréal Austria Fellow an der Fakultät für Mathematik der Uni Wien. Seit 2021 ist sie im Rahmen des FWF-Karriereprogramms Elise Richter am Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie der TU Wien tätig.

Stefan Pflügl promovierte an der Uni für Bodenkultur (BOKU) in Wien. Nach Forschungsaufenthalten an Uni Kent und Technischer Uni München kam er an die TU Wien, wo er sich mit nachhaltigen biologischen Prozessen beschäftigt. Am Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften der TU Wien leitet er derzeit ein Team für nachhaltige Bioprozesse.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 24.06.2022