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17. October 2017

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Innovationsstiftung für Bildung will "radikal" durchstarten

Innovationsstiftung für Bildung will © Bilderbox.com

Mit fächerübergreifendem Unterricht von Physik und Chemie sowie Tablet-Klassen soll frischer Wind ins Unterrichtssystem gebracht werden.

Die Innovationsstiftung für Bildung will ab Herbst "radikal" durchstarten und frischen Wind in das Bildungssystem bringen. Für entsprechende innovative Projekte stehen 50 Millionen Euro an Förderung in den nächsten Jahren zur Verfügung. Einreichen können Einzelpersonen, Unternehmen, Start-ups oder Institutionen jeweils gemeinsam mit einer Schule ab September 2017.
Die Stiftung ist in einem eigenen Gesetz verankert und kann daher unbeeindruckt von der jüngsten Koalitionskrise ihre Arbeit fortsetzen. Sie soll die Weichen für mehr Innovation und Mut zur Risikobereitschaft an den Schulen stellen, so Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. Wirtschaftsminister Harald Mahrer will vom Gießkannensystem abgehen. Vielmehr gelte es, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Dabei will die Innovationsstiftung nicht in das bestehende Schulsystem eingreifen, aber mit neuen Ideen den Boden für Reformen aufbereiten.

Stefan Zotti, Vorstand der Stiftung, sieht die Chance, wesentliche Eckpunkte für die Reformen im Bildungsbereich bereitstellen zu können. Beispiele, wie besseres und interessanteres Lernen an Schulen funktionieren könne, seien ein fächerübergreifender Unterricht von Physik und Chemie sowie Tablet-Klassen, so Zotti. Dabei sollte auch der didaktische Zugang verändert werden - beispielsweise könnten Schüler sich zuerst vorbereiten und dann nur mit Fragen in die Klasse kommen, "also ein umgekehrtes Prinzip" zum bisherigen Unterricht.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 06.06.2017