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17. October 2017

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Geschlechterspezifische Aspekte in Forschung und Technologie

Geschlechterspezifische Aspekte in Forschung und Technologie© BMVIT BKA_Andreas Wenzel

Infrastrukturministerium startet weitere Förderschiene um Frauen in der Forschung zu fördern. Die aktuelle Ausschreibung ist 2,4 Mio. Euro schwer, in Summe fließen derzeit rund 7 Mio. Euro jährlich in diesen Schwerpunkt.

Infrastrukturminister Jörg Leichtfried startet aktuell eine Förderschiene für Projekte, die gendergerechte Forschung und Technologie unterstützen. Für das Programm „FEMtech Forschungsprojekte – Gendergerechte Innovation“ werden 2,4 Millionen Euro bereitgestellt. Ziel ist, bei der Entwicklung neuer Technologien die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Bedürfnisse von Frauen und Männern besser zu berücksichtigen.

Neue Marktpotentiale für heimische Betriebe
So ermöglichen etwa Untersuchungen zu geschlechterspezifischen Fahrverhalten und Risikoeinschätzung, Assistenzsysteme von Autos entsprechend weiter zu entwickeln und damit in Folge auch die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Insgesamt fördert das Infrastrukturministerium Projekte im Bereich Frauen in Forschung und Technik mit rund 7 Millionen Euro im Jahr.
„Unser Ziel ist, neue Technologien besser auf die Bedürfnisse von Frauen und Männern auszurichten, etwa Assistenzsysteme in Autos sicherer und komfortabler zu machen. Das bringt einen doppelten Nutzen: Wir eröffnen damit neue Marktpotenziale für heimische Betriebe. Und wir sorgen für mehr Lebensqualität bei den ÖsterreicherInnen“, so Leichtfried.

Die zunehmende Digitalisierung und der Frauenanteil in den MINT-Fächern
Die neue Ausschreibung ist Teil des Förderprogramms „Talente nützen: Chancengleichheit“ um Frauen in der Technik zu fördern. „Nach wie vor finden zu wenige Frauen ihren Platz in der Forschung. Wir können es uns aber nicht leisten, auf das Potential von Frauen in Naturwissenschaft und Technik zu verzichten. Mit unseren Förderprogrammen wie etwa dem FemTech-Praktikum erleichtern wir gezielt Studentinnen den Sprung in die Forschung in heimischen Unternehmen und tragen zudem bei, dass Frauen in der Wissenschaft besser Fuß fassen“, erläutert Leichtfried.
Die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft macht Forschung sowie umfassende Kenntnisse in den sogenannten MINT-Fächern immer wichtiger, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Allein in Österreich rechnen Arbeitsmarktservice (AMS) und Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) bis 2020 mit bis zu 40.000 neuen Arbeitsplätzen im sogenannten MINT-Bereich. Derzeit liegt der Frauenanteil am wissenschaftlichen Personal im gesamten F&E Bereich bei rund 24%.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 22.09.2017