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16. November 2018

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Die Schule und die digitale Zukunft Österreichs

Die Schule und die digitale Zukunft Österreichs© piqs.de/blackflip

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaft hat die besten Projekte des heurigen „Youth Hackathon“ prämiert. Rund 500 Jugendliche entwickelten dabei Apps und Spiele. Das eher naheliegende Hacken von IT-Systemen stand nicht im Vordergrund.

Digitale Kompetenzen im Bildungsbereich sind für den Erfolg des österreichischen Wirtschaftsstandortes unverzichtbar. Beim Projekt Youth Hackathon werden die Jugendlichen zu proaktiven Projektumsetzungen moitiviert. Sie lernen spielerisch algorithmisches und logisches Denken und mittels teamorientierter Arbeit soll die Problemlösungskompetenz gestärkt werden sowie Know-how für technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder vermittelt werden.
Ziel ist, Game- und App-Design zum Teil des Lehrplans zu machen und somit praxisrelevante wie berufsorientierte Kompetenzen im Unterricht zu verankern. Die Pädagogen erhalten dabei Unterstützung bei der Implementierung der Unterrichtskonzepte in Form von Open Educational Resources (OER) und pädagogischen Schulungen.

Spezieller Fokus auf Mädchen und junge Frauen
Ein spezieller Fokus von Youth Hackathon soll auch Mädchen und junge Frauen für Technik begeistern. Dazu führen Forschungspartner der TU Wien und PH Wien Begleitforschung zur gendergerechten Vermittlung von technischen Inhalten in Ausbildungs- und Berufswahl durch. Im Sinne einer praxisrelevanten Berufsorientierung haben am Youth Hackathon teilnehmende Schulklassen auch höhere technische Lehranstalten und Hochschulen wie etwa die HTLs Spengergasse und Rennweg oder die TU Wien besucht, um Inspirationen für vorhandene Chancen und Möglichkeiten zu bekommen. Ebenfalls inkludiert waren Besuche von IT-Unternehmen wie etwa A1 oder IBM.
“Jugendliche von heute wachsen in einer digitalen Welt auf, sie bedienen Computer, Tablets und Smartphones intuitiv. Doch Content nur zu konsumieren reicht nicht aus, um sich den schulischen und beruflichen Anforderungen von morgen zu stellen” so Margarete Schramböck, Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaft. Das Projekt Youth Hackathon wurde von DaVinciLab initiiert und von der Wirtschaftsagentur Wien mitfinanziert.
Ob der Titel Hackathon gut gewählt ist, soll an dieser Stelle nicht weiter behandelt werden. Wie bereits der Name ausdrückt, sind Hackathons Bewerbe, wo technisch versierte und zumeist männliche Jugendliche versuchen sich in IT-Systeme zu hacken. Da diese im Erfolgsfall oftmals von den gehackten Unternehmen engagiert werden, kann das aber natürlich auch schon für schulische Ausbildung und Berufswahl relevant sein.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 18.10.2018